Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador: «Wir werden weiter diese Politik der Nicht-Konfrontation verfolgen.»Foto: Guillermo Granados/NOTIMEX/dpa

Mehrere Staatschefs wollen Biden vorerst nicht gratulieren – Obrador: „Wir warten, bis alle rechtlichen Fragen geklärt sind“

Epoch Times8. November 2020 Aktualisiert: 9. November 2020 8:38

Der mexikanische Präsident Andres Manuel Lopez Obrador sagte am Samstag, er werde einem Gewinner der US-Präsidentschaftswahlen erst dann gratulieren, wenn die juristischen Auseinandersetzungen abgeschlossen seien.

Das zentrale Büro der Associated Press prognostizierte am Samstag einen Sieg für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden im umkämpften Bundesstaat Pennsylvania, wodurch er die Schwelle von 270 Stimmen im Wahlkollegium überschritt.

Die Bestätigung des Siegers des Wahlkollegiums, das den formellen Sieger des US-Präsidentschaftswahlkampfes bestimmt, ist ein Prozess, der die Bundesstaaten und den Kongress bis zu zwei Monate in Anspruch nehmen kann. Das geschieht unabhängig davon wen die Medien als Sieger nennen.

Mexiko ist mit einem jährlichen Handelsvolumen von über 600 Milliarden US-Dollar der wichtigste Handelspartner der Vereinigten Staaten, und die bilateralen Beziehungen zu seinem nördlichen Nachbarn sind bei weitem die wichtigsten für Mexiko.

Mexikos Präsident: „Wir werden warten, bis alle rechtlichen Fragen geklärt sind

„Im Hinblick auf die US-Wahlen werden wir warten, bis alle rechtlichen Fragen geklärt sind“, sagte Lopez Obrador auf einer Pressekonferenz. „Ich kann weder dem einen noch dem anderen Kandidaten gratulieren. Ich möchte warten, bis der Wahlprozess abgeschlossen ist“.

Der republikanische Präsident Donald Trump und sein Team haben eine Reihe von Klagen eingereicht, um die Ergebnisse anzufechten.

Der mexikanische Präsident verband seine Vorsicht mit seinen eigenen Betrugsvorwürfen bei zwei Präsidentschaftswahlen, die er 2006 und 2012 angefochten hatte, bevor er 2018 bei seiner dritten Kandidatur den Zuschlag erhielt. Er sagte, er habe ein gutes Verhältnis sowohl zu Trump als auch zum ehemaligen Vizepräsidenten Biden, den er, wie er sagte, seit einem Jahrzehnt kenne.

„Präsident Trump war uns gegenüber sehr respektvoll“, sagte er. „Und wir sind dankbar, dass er sich nicht eingemischt hat.“

Putin, Kim Jong-un und Erdogan warten mit der Gratulation

Nordkoreas Kim Jong-un, der türkische Machthaber Recep Tayyip Erdogan, Chinas Präsident Xi Jinping und allen voran Kreml-Chef Wladimir Putin  haben bisher noch keine Glückwünsche an Joe Biden gesendet.Ebenso sendete Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro (er/sza)

(Mit Material von NTD und Reuters)

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