Polizeibeamte verhaften einen Mann, der am 10. August 2020 in Chicago, Illinois, in einem Best Buy-Geschäft gefunden wurde, nachdem Teile der Stadt von Plünderungen und Vandalismus heimgesucht worden waren.Foto: Scott Olson/Getty Images

Mehrere Tote und zahlreiche Festnahmen nach Randalen und Plünderungen in Chicago

Epoch Times10. August 2020 Aktualisiert: 11. August 2020 9:06
Die US-Großstadt Chicago ist nach Schießereien mit der Polizei von schweren Randalen und Plünderungen erschüttert worden. Menschen schlugen in der Nacht zahlreiche Schaufensterscheiben ein und lieferten sich weitere Auseinandersetzungen mit der Polizei. Es gab mehrere Tote, mehr als 100 Festnahmen und zahlreiche verletzte Polizisten.

Bei verschiedenen Schießereien in Chicago sind am vergangenen Wochenende mindestens vier Menschen getötet und mindestens 36 weitere verletzt worden, sagten Beamte am Montagmorgen. Von Sonntag zu Montag kam es dann zu massiven Randalen und Plünderungen in der Innenstadt. Bei denen mehr als 100 Menschen festgenommen wurden.

„Um es von irgendeinem Standpunkt aus zu betrachten: Die Bemühungen, die Polizeiarbeit in ihren eigenen Gemeinden einzustellen, hat zu einer schockierenden Explosion von Schießereien, Morden und abscheulichen Gewaltverbrechen geführt. Dieses Blutvergießen muss aufhören“, kommentierte Präsident Trump die Situation in mehreren Städten der USA. Er fügte hinzu, dass das Verbrechen durch die „Bewegung zur Verteidigung, Demontage und Auflösung unserer Polizeidienststellen“ verursacht wird.

Das Chaos am Wochenende veranlasste die Stadt Chicago, Brücken für den Verkehr zu sperren, um den Zugang zur Innenstadt zu unterbinden, wie aus Fotos und Videomaterial hervorgeht.

„Wir wachten heute Morgen unter Schock auf“, sagte die demokratische Bürgermeisterin Lori Lightfoot zu Reportern in einer Pressekonferenz am Montag (10.8.). Dutzende von Menschen „sind an etwas beteiligt, das nur als dreiste und umfangreiche kriminelle Plünderung und Zerstörung bezeichnet werden kann“, fügte sie hinzu.

Die Unruhen begannen am späten Sonntag, sagte der Polizeipräsident der Chicagoer Polizei, David Brown. Offenbar hatte sich alles aus Empörung über einen Schusswaffeneinsatz der Polizei entwickelt. Die Polizeibeamten bekamen einen Anruf aus der Nachbarschaft von Englewood wegen eines bewaffneten Mannes. Sie versuchten mit ihm zu sprechen, aber er flüchtete, wobei er eine Schusswaffe zog und auf die Polizisten schoss, die das Feuer erwiderten. Der 20-Jährige wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Menschenmenge versammelt sich nach Schießerei – Lage eskaliert – Plünderungen beginnen

Daraufhin versammelte sich ein aggressiver Mob in der Gegend und fing an, die Polizisten anzuschreien. „Die Gemüter erregten sich immer mehr, angeheizt von Fehlinformationen, die verbreitet wurden als es langsam Abend wurde“, erklärt der Chicagoer Polizeipräsident David Brown. Er berichtet, dass man mehrere Social-Media-Posts entdeckte, „die zur Plünderung der Innenstadt ermutigten “.

Vierhundert Beamte wurden entsandt, um die Plünderungen zu stoppen, die auf Dutzende von Geschäften abzielten, darunter ein Best Buy, ein Apple Store und Geschäfte von verschiedenen Bekleidungsunternehmen. Über 100 Personen wurden unter anderem wegen Einbruchs und ungeordneten Verhaltens festgenommen.

Einige Plünderer widersetzten sich der Verhaftung. Dreizehn Polizisten wurden verletzt. Als Beamte einen Plünderer festnahmen, der mit einer Registrierkasse aus einem Geschäft lief, wurden sie aus einem heranfahrenden Fahrzeug beschossen.

Die Polizeibeamten erwiderten das Feuer. Es war nicht klar, ob jemand im Auto getroffen wurde. Keiner der Polizisten wurde getroffen. Ein Wachmann und ein Zivilist wurden an einem anderen Ort von Kugeln getroffen. Beide wurden in kritischem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert.

Die Polizei gab bekannt, dass sie die Kriminellen, die für die Verbrechen verantwortlich sind, zur Rechenschaft ziehen werden und forderten die Öffentlichkeit auf, ihnen bei der Identifizierung der Plünderer zu helfen.

Strenge Zugangsbeschränkungen für die Innenstadt sollen weitere Unruhen verhindern

Um eine weitere Nacht mit Unruhen zu verhindern wurden strenge Maßnahmen ergriffen. Der Zugang zur Innenstadt wird ab 20 Uhr eingeschränkt – bis 6 Uhr morgens. Zudem wird eine erhöhte Polizeipräsenz auf den Straßen der Stadt bis auf Weiteres bestehen bleiben.

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„Die städtische Polizeibehörde (CPD) wird nicht zugucken, wenn versucht wird unsere schöne Innenstadt in einen Ort zu verwandeln, den die Menschen fürchten“, sagte Brown. Die Polizeibehörde stellte ein spezielles Team zusammen, um das Material aus den Überwachungskameras, das die Plünderungen zeigt, zu untersuchen.

Plünderer lieferten sich mit den Polizisten Schießereien

In der Nacht zu Montag ereigneten sich dann, während den Randalen und Plünderungen, mehrere tödliche Schießereien – unter anderem auf der Grand Crossing der South Side, wie die Polizei der Chicago Sun-Times mitteilte. Bei diesem Vorfall wurde einem 22-jährigen Mann gegen 3 Uhr morgens in die Brust geschossen. Er wurde in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht, wo nur noch sein Tod festgestellt werden konnte.

Ein weiterer Mann wurde auf dem Gelände des Southwest Side’s Marquette Park erschossen, teilte die Polizei der Zeitung mit. Beamte, die um etwa 2:59 Uhr auf Schüsse die auf sie gerichtet waren, mit Waffeneinsatz reagierten, fanden später einen 31-jährigen Mann. Er war nicht mehr ansprechbar und wurde in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht. Später erklärte das Krankenhaus ihn für tot.

Beamte beschrieben die Plünderer als Täter, die in Geschäfte einbrechen und dabei sich sicher wären, keine Konsequenzen zu fürchten. Einige von ihnen, die während vorheriger Unruhen bereits festgenommen wurden, wurden damals mit geringen oder keinen strafrechtlichen Konsequenzen freigelassen, sagte Brown.

„Diese Plünderer, diese Diebe, diese Verbrecher werden durch fehlende Konsequenzen im kriminellen System ermutigt. Sie werden freigelassen. Viele Anklagen werden fallen gelassen. Und so fühlen sie sich ermutigt, mehr zu tun “, sagte er. „Unserer Meinung nach sollte das Strafjustizsystem diesen Kriminellen eine starke Botschaft übermitteln. Nämlich, dass es Konsequenzen für ihr Verhalten geben wird.“

Originalartikel in The Epoch Times USA: „40 Shot, 4 Dead, in Chicago Over Past Weekend“ und „More Than 100 Arrested After Widespread Looting in Chicago“ übersetzt von (er).