Mindestens 39 Migranten vor der Küste Tunesiens ertrunken

Beim Untergang zweier Boote vor der Küste Tunesiens sind mindestens 39 Migranten ums Leben gekommen. Die Aufnahme von 165 weiteren Menschen sei gelungen, erklärte das tunesische Verteidigungsministerium.
Titelbild
Ein Holzboot, das von Migranten aus Marokko zur Überfahrt benutzt wurde, liegt an einem Strand auf der Kanarischen Insel Gran Canaria.Foto: Javier Bauluz/AP/dpa/dpa
Epoch Times10. März 2021

Unter den Toten waren nach Behördenangaben neun Frauen und vier Kinder. Ein tödliches Bootsunglück ereignete sich auch vor den Kanaren.

Die vor der Küste Tunesiens geretteten Migranten waren den Angaben zufolge in der Nacht zum Dienstag in Richtung Europa aufgebrochen. Die tunesische Küstenwache entdeckte die aus verschiedenen afrikanischen Ländern stammenden Menschen in ihren provisorischen Booten demnach vor der Küste der Stadt Sfax im Osten des Landes.

Die spanischen Behörden berichteten derweil von einem Bootsunglück vor der Küste der Kanaren. Die Küstenwache habe vor der spanischen Inselgruppe im Atlantik dutzende Migranten in einem seeuntauglichen Boot aufgegriffen und dabei eine Leiche entdeckt.

Nach Angaben einer Sprecherin der Rettungskräfte wurden insgesamt 47 Migranten zum Hafen von Arguineguín auf der Insel Gran Canaria gebracht.

Bereits am vergangenen Wochenende hatte die Küstenwache vor den kanarischen Inseln 107 Migranten auf See aufgefasst. Die Zahl der Menschen, die die gefährliche Überfahrt von der afrikanischen Küste über den Atlantik wagen, nahm zuletzt massiv zu.

Im vergangenen Jahr registrierten die Behörden 23.023 Ankünfte von Migranten auf den Kanaren – acht Mal so viele wie im Jahr zuvor. Nach Angaben der Organisation Caminando Fronteras starben im vergangenen Jahr 1.851 Menschen beim Versuch der illegalen Überfahrt.

Trotz der zuletzt schlechten Wetterbedingungen gibt es weiterhin täglich Versuche von Migranten, das Mittelmeer von der nordafrikanischen Küste aus zu überqueren. Nach UN-Angaben kamen allein zwischen dem 1. Januar und dem 21. Februar dieses Jahres 3.800 Menschen über den illegalen Seeweg nach Italien.

Fast tausend von ihnen waren demnach in Tunesien gestartet, etwa 2.500 im benachbarten Libyen. 94 Boote wurden laut der Organisation Tunesisches Forum für wirtschaftliche und soziale Rechte seit Jahresbeginn von den tunesischen Behörden abgefangen. (afp)



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