Ein Holzboot, das von Migranten aus Marokko zur Überfahrt benutzt wurde, liegt an einem Strand auf der Kanarischen Insel Gran Canaria.Foto: Javier Bauluz/AP/dpa/dpa

Mindestens 39 Migranten vor der Küste Tunesiens ertrunken

Epoch Times10. März 2021 Aktualisiert: 10. März 2021 19:34
Beim Untergang zweier Boote vor der Küste Tunesiens sind mindestens 39 Migranten ums Leben gekommen. Die Aufnahme von 165 weiteren Menschen sei gelungen, erklärte das tunesische Verteidigungsministerium.

Unter den Toten waren nach Behördenangaben neun Frauen und vier Kinder. Ein tödliches Bootsunglück ereignete sich auch vor den Kanaren.

Die vor der Küste Tunesiens geretteten Migranten waren den Angaben zufolge in der Nacht zum Dienstag in Richtung Europa aufgebrochen. Die tunesische Küstenwache entdeckte die aus verschiedenen afrikanischen Ländern stammenden Menschen in ihren provisorischen Booten demnach vor der Küste der Stadt Sfax im Osten des Landes.

Die spanischen Behörden berichteten derweil von einem Bootsunglück vor der Küste der Kanaren. Die Küstenwache habe vor der spanischen Inselgruppe im Atlantik dutzende Migranten in einem seeuntauglichen Boot aufgegriffen und dabei eine Leiche entdeckt.

Nach Angaben einer Sprecherin der Rettungskräfte wurden insgesamt 47 Migranten zum Hafen von Arguineguín auf der Insel Gran Canaria gebracht.

Bereits am vergangenen Wochenende hatte die Küstenwache vor den kanarischen Inseln 107 Migranten auf See aufgefasst. Die Zahl der Menschen, die die gefährliche Überfahrt von der afrikanischen Küste über den Atlantik wagen, nahm zuletzt massiv zu.

Im vergangenen Jahr registrierten die Behörden 23.023 Ankünfte von Migranten auf den Kanaren – acht Mal so viele wie im Jahr zuvor. Nach Angaben der Organisation Caminando Fronteras starben im vergangenen Jahr 1.851 Menschen beim Versuch der illegalen Überfahrt.

Trotz der zuletzt schlechten Wetterbedingungen gibt es weiterhin täglich Versuche von Migranten, das Mittelmeer von der nordafrikanischen Küste aus zu überqueren. Nach UN-Angaben kamen allein zwischen dem 1. Januar und dem 21. Februar dieses Jahres 3.800 Menschen über den illegalen Seeweg nach Italien.

Fast tausend von ihnen waren demnach in Tunesien gestartet, etwa 2.500 im benachbarten Libyen. 94 Boote wurden laut der Organisation Tunesisches Forum für wirtschaftliche und soziale Rechte seit Jahresbeginn von den tunesischen Behörden abgefangen. (afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion