Vatikan.Foto: iStock

Missbrauch im Vatikan: Personalchef von Ex-Papst Benedikt packt aus

Epoch Times18. Juli 2020 Aktualisiert: 18. Juli 2020 17:39

Der Vatikan steht erneut wegen Missbrauch im Rampenlicht. Ein leitender Prälat, der unter dem ehemaligen Papst Benedikt im Vatikan eingesetzt war, soll mindestens zwei Priester sexuell missbraucht haben, berichtet die  „Bild“-Zeitung. Der Geistlich, der von 2005 bis 2013 unter dem heute 93-jährigen Benedikt diente, bestreitet die Vorwürfe.

Nach Angaben von Carlo Maria Viganò, dem ehemaligen Personalchef Benedikts, soll der damalige Papst vom Missbrauch gewusst haben. Nun wurden die Ermittlungen eingeleitet.

Als Beweis legte Viganò die Personalakte des Verdächtigen vor. Daraus wird ersichtlich: Der Prälat hätte schon zu Benedikts Zeiten aus dem Priesterstand entlassen werden sollen. Die Vatikan-Führung stellte sich aber quer und versetzte den mutmaßlichen Täter stattdessen nach Deutschland.

Auch Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin soll, so Viganò, über den Fall Bescheid gewusst haben. Parolin ist der mächtigste Geistliche hinter Papst Franziskus. In der Personalakte stünden außerdem diverse pikante Einzelheiten aus den Dienstjahren des Verdächtigen in Afrika.

Wie der Vatikan nun schriftlich mitteilte, sei bei der Versetzung des Prälaten nach Deutschland darauf hingewiesen worden, dass er „trotz seiner bemerkenswerten intellektuellen Begabungen und Fähigkeiten den diplomatischen Dienst verlassen muss“. Von Missbrauch oder einer Mitwisserschaft der Kirche war darin nicht die Rede.

Der Täter und die Opfer sollen sich im Vatikan kennengelernt haben. Eines der Opfer hatte berichtet, der verdächtige Prälat hätte ihm angeboten sein „Schutzpatron“ zu sein, um ihn „vor anderen Priestern im Vatikan zu schützen.“ Im Gegenzug hätte das Opfer Sex mit dem mutmaßlichen Täter haben sollen. Das zweite Opfer hatte von ähnlichen Übergriffen berichtet. (so)

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