Ein verwundeter Mann wird von einem medizinischen Team weggetragen, nachdem Sicherheitskräfte während einer Demonstration gegen den Militärputsch in Mandalay am 20. Februar 2021 das Feuer auf Demonstranten eröffnet haben.Foto: STR/AFP via Getty Images

Myanmar: Mit scharfer Munition gegen Demonstranten – Guterres verurteilt Gewalt, Facebook blockiert Seite

Epoch Times21. Februar 2021 Aktualisiert: 21. Februar 2021 8:41

UN-Generalsekretär António Guterres hat das gewaltsame Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten in Myanmar scharf kritisiert.

Er verurteile die „Anwendung tödlicher Gewalt“ in Myanmar, schrieb Guterres in der Nacht zu Sonntag auf Twitter. Dies sei ebenso „inakzeptabel“ wie „Einschüchterung und Belästigung“ von Demonstranten.

„Jeder hat das Recht, sich friedlich zu versammeln“, betonte Guterres. Zugleich rief er alle Seiten in Myanmar dazu auf, die Ergebnisse der vergangenen Wahl zu respektieren und wieder eine Regierung aus Zivilisten zu bilden.

Sicherheitskräfte in Myanmar waren zuvor mit massiver Gewalt gegen Demonstranten vorgegangen. In der zweitgrößten Stadt Mandalay wurden am Samstag mindestens zwei Menschen erschossen, etwa 30 weitere Demonstranten wurden verletzt. Die Sicherheitskräfte schossen mit scharfer Munition auf die Demonstranten.

Facebook blockiert Nachrichten-Seite

Facebook sperrte eine von der Militärführung in Myanmar betriebene Nachrichten-Seite. Die „True News“-Seite der Armee sei wegen wiederholter Anstiftung zur Gewalt blockiert worden, teilte Facebook am Sonntag mit.

Das US-Onlinenetzwerk hatte in den vergangenen Jahren bereits hunderte Seiten mit Verbindungen zur Armee gesperrt. 2018 blockierte Facebook die Konten von Militärchef Min Aung Hlaing und anderen Generälen.

In dem südostasiatischen Land herrscht Aufruhr, seit die bisherige De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi am 1. Februar bei einem Militärputsch entmachtet wurde. Hunderttausende Menschen beteiligten sich seitdem an Straßenprotesten, mehrere hundert Menschen wurden festgenommen. Die Sicherheitskräfte setzten allerdings bis Samstag kaum scharfe Munition ein. (afp)



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