Nach Aufreger-Video: 75 illegale Migranten auf Tanker vor Zarzis müssen in ihre Heimat zurück

Epoch Times9. Juni 2019 Aktualisiert: 9. Juni 2019 16:24
Vor wenigen Tagen sorgte ein Video von 75 illegalen Migranten auf einem Tankschlepper im tunesischen Zarzis für Aufregung. Die vorwiegend jungen Männer skandierten auf Zuruf des Kameramanns ihre Forderung nach Einreise nach Europa. Die tunesische Regierung hat sich jetzt zu einer Lösung entschlossen: Die Männer müssen in ihre Heimat zurück.

Im Fall der 75 vor dem tunesischen Hafen von Zarzis gestrandeten illegalen Migranten haben die Behörden jetzt eine Lösung gefunden. Wie aus einer Pressemitteilung der tunesischen Behörden hervorgeht, werden die auf einem Tankschlepper festsitzenden Männer ab nächster Woche in ihre Herkunftsländer zurückgebracht, sobald ihre Reisedokumente in Zusammenarbeit mit den betroffenen diplomatischen Vertretungen ausgefüllt wurden.

Seit Anfang Juni waren die 75 Männer vor Zarzis auf einem Tankschlepper. 64 stammen aus Bangladesch, 9 aus Ägypten, einer aus  Marokko und einer aus dem Sudan. Ihr Boot blieb nach einer Panne in internationalen Gewässern stecken. Ein ägyptisches Boot rettete das Boot und holte die 75 illegalen Migranten an Bord, bevor es in den Hafen von Zarzis im Süden Tunesiens ging.

Die tunesischen Behörden gaben als Grund für die Zugangsverweigerung zum Hafen von Zarzis fehlende logistische Ressourcen für die Aufnahme dieser neuen Migranten an. Die Aufnahmezentren in der tunesischen Stadt seien voll, hieß es.

Gestelltes Video: „Wir wollen nach Europa, wir wollen kein Essen“

Zuvor hatte ein am Donnerstag, den 6. Juni, auf der Facebook-Seite der Nichtregierungsorganisation (NGO) „Tunisian forum for economic and social rights“ (Ftdes) geteiltes Video für Aufregung gesorgt.

In dem Video sind die 75 Männer zu sehen, wie sie am Boden sitzend ihre Forderungen stellen. Zunächst auf Arabisch. Dann weist der Kameramann die Männer auf Englisch laut an. „Nur einer spricht!“

Darauf steht einer der illegalen Migranten auf und tut seine Forderung kund:  „Wir wollen nach Europa, wir wollen kein Essen, wir bleiben nicht hier, wir gehen nach Europa“. (fg)

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