Nach Grenzausschreitungen: Spaniens Innenminister kündigt Aufrüstung an Exklaven-Grenze Ceuta an

Von 21. September 2017 Aktualisiert: 21. September 2017 16:00
Seit einigen Jahren halten sich laut Schätzungen ständig 20.000 bis 30.000 Migranten dauerhaft in Marokko auf. Einige setzen ihre Hoffnung auch auf die spanischen Exklaven Mellila und Ceuta.

Aufgrund der seit dem vergangenen Jahr immer öfter und heftiger auftretenden illegalen Grenzübertritte an der marokkanisch-spanischen Grenze zur nordafrikanischen Exklave Ceuta, kündigte nun das spanische Innenministerium eine Verstärkung der Grenzsicherungsanlagen an, wie die „Junge Freiheit“ berichtet.

Wie der spanische Innenminister Juan Ignacio Zoido (Partido Popular) mitteilte, sollen dafür zusätzliche Wärmebildkameras installiert werden. Außerdem sollen beschädigte Grenzanlagen ausgetauscht und jene Bereiche, die nicht 24 Stunden am Tag überwacht werden, aufgerüstet werden.

2016 schafften es 9.000 Illegale, über die Grenze in Ceuta nach Spanien zu gelangen, 34 Prozent mehr, als noch im Vorjahr.

Dabei beschädigten die kriminellen Afrikaner Teile der Wände und Stacheldraht.

Die Regierung sei nun gefordert, die Grenze zu Marokko noch undurchdringlicher zu machen, hieß es weiter.

Ceuta und Melilla

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres gelang es bereits Tausenden Migranten aus Afrika, die nur über marokkanisches Gebiet zu erreichenden spanischen Exklaven auf dem nordafrikanischen Festland zu erreichen. Laut „Welt“ kampierten Anfang August ständig 1.500 Menschen vor Mellila, welches 380 Kilometer Küstenlinie nach Osten von Ceuta liegt, in der Hoffnung, eine Gelegenheit zum Sturm auf den Grenzzaun nutzen zu können.

Immer häufiger stürmen Migranten die spanischen Enklaven Ceuta und Melilla an der Nordküste Marokkos. Anfang August versuchten über tausend Menschen, bewaffnet mit Steinen und Stöcken, ins spanische Territorium vorzudringen. EPOCH TIMES berichtete.

Insgesamt 187 Menschen konnten dabei die Grenze nach Spanien überwinden. Bei den Ausschreitungen wurden sechs Grenzbeamte und mehrere Migranten verletzt.

Was mit den Migranten geschah, ist unklar: Laut den Aussagen iberischer Behörden sei eine Großzahl der Migranten bereits festgenommen worden. Auf sie warte nun die Abschiebung nach Afrika. Die „Welt“ berichtet hingegen, dass die Migranten in ein Aufnahmezentrum weitergeleitet wurden, wo sie Asylanträge für Spanien stellen könnten.

Siehe auch:

Marokko: Tausende Migranten wollen über neue Route nach Europa

Steigender Migrantenstrom: Spanien bald das zweitbeliebteste Ankunftsland für Migranten?

Afrikaner landeten am „Strand der Deutschen“: Flüchtlingsboot überraschte Badegäste – Grenze bei Ceuta geschlossen

 

 

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