Friedliche Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen am 18. Oktober in Prag.Foto: Gabriel Kuchta/Getty Images

Nach Irland verkündet auch Tschechien weitgehenden Lockdown

Epoch Times21. Oktober 2020 Aktualisiert: 22. Oktober 2020 6:30
Wegen der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus haben Tschechien und Irland als erste EU-Länder weitgehende Lockdowns verhängt. Sie treten in der Nacht zu Donnerstag in Kraft.

Wegen der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus haben Tschechien und Irland als erste EU-Länder weitgehende Lockdowns verhängt. Tschechien schränkt die Bewegungen und Kontakte der Bürger mit Ausnahme vom Gang zur Arbeit, Einkäufen und Arztbesuchen ein, wie die Regierung am Mittwoch mitteilte. In Irland gilt ab Mitternacht (Donnerstag 01.00 Uhr MESZ) eine Ausgangssperre. Die Regierung ordnete zudem die Schließung aller nicht notwendigen Geschäfte an.

Ab Donnerstagmorgen bis zum 3. November müssen in Tschechien alle Geschäfte außer Lebensmittelläden, Drogerien und Apotheken schließen, kündigte Gesundheitsminister Roman Prymula an. Vergangene Woche hatte die Regierung in Prag bereits die Schließung von Restaurants und Bars angeordnet und ein Alkoholverbot im öffentlichem Raum verhängt.

Iren müssen zu Hause bleiben

Als erstes Land der Europäischen Union hatte Irland am Montag einen zweiten Corona-Lockdown angekündigt. Er beginnt in der Nacht zum Donnerstag und gilt für sechs Wochen. Die Regierung von Ministerpräsident Micheal Martin rief die Bevölkerung auf, „zu Hause zu bleiben“. Die Bürger dürfen sich demnach nur noch im Umkreis von fünf Kilometern von ihrem Wohnort entfernen.

Alle nicht notwendigen Geschäfte müssen schließen, Restaurants und Bars dürfen nur noch Außer-Haus-Service anbieten. Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen sollen offen bleiben.

Auch Irland erlebte zuletzt einen starken Anstieg der Fallzahlen. Am Mittwoch meldeten die Behörden mehr als 1200 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Offiziellen Zahlen zufolge starben in Irland seit Beginn der Pandemie 1865 Menschen an den Folgen einer Corona-Erkrankung. (afp)

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