Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg.Foto: Michael Kappeler/dpa/dpa

Nato sichert Ukraine Unterstützung gegen Russland zu

Epoch Times13. April 2021 Aktualisiert: 13. April 2021 18:03
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat der Ukraine die Unterstützung des Militärbündnisses gegenüber Russland zugesichert. "Die Nato steht an der Seite der Ukraine", sagte Stoltenberg nach einem Treffen mit dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba.

Die Regierung in Moskau rief Nato-Generalsekretär Stoltenberg auf, Provokationen wie Truppenmobilisierungen an der ukrainischen Grenze „sofort“ einzustellen.

Russlands bedeutende militärische Aufrüstung ist unbegründet, unerklärt und tief beunruhigend“, sagte der Nato-Chef. Moskau habe Tausende kampfbereite Truppen an die ukrainische Grenze entsandt – „die größte Mobilisierung russischer Truppen seit der illegalen Annexion der Krim im Jahr 2014“.

Ukraines Außenminister Kuleba warnte davor, die „Fehler“ von damals zu wiederholen. 2014 habe Russland schnell seine militärischen Ziele auf der Krim und in der Ostukraine verfolgt, „während unsere westlichen Partner noch über ihre Reaktionen nachdachten“.

Stoltenberg sichert Kuleba „erhebliche praktische Unterstützung“ zu

Aber jetzt werde Russland die Ukraine nicht mehr unvorbereitet treffen können, warnte Kuleba. Sein Land wolle keinen Krieg und plane keine Offensive. Aber „sollte Moskau irgendeinen leichtsinnigen Schritt tun, (…) wird dies in jeder Hinsicht kostspielig sein.“ Stoltenberg sicherte ihm „erhebliche praktische Unterstützung“ zu.

Seit Mitte Februar gibt es in der Ostukraine wieder verstärkt Kämpfe zwischen pro-russischen Rebellen und der Regierungsarmee. International wuchs die Sorge, der seit Jahren andauernde Konflikt könne erneut eskalieren.

Unter anderem zu Gesprächen mit den Nato-Partnern zur Lage in der Ukraine befand sich am Dienstag auch US-Außenminister Antony Blinken in Brüssel. Am Nachmittag war ein Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen geplant.

Scharfe Worte aus Russland

Russland warf der Nato und den USA derweil vor, die Ukraine bewusst in ein „Pulverfass“ zu verwandeln, indem sie Militärgüter dorthin lieferten. „Kiew und seine westlichen Verbündeten werden die volle Verantwortung für die Folgen einer eventuellen Verschärfung der Lage tragen“, sagte der stellvertretende Außenminister Sergej Riabkow laut russischen Medien.

Die massiven Truppenbewegungen an der ukrainischen Grenze hatte der Kreml nicht dementiert und stattdessen auf innere Angelegenheiten verwiesen. Russland wolle niemanden bedrohen, hieß es. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion