Bilder des Schauprozesses gegen Jang Song-thaek flimmerten am 12. Dezember über die Bildschirme in Südkorea.Foto: AFP / Getty Images

Neues aus Nordkorea: Hinrichtung von Kim Jong Uns Onkel offenbar geklärt!

Von 27. Februar 2015 Aktualisiert: 27. Februar 2015 18:57

Der Onkel von Nordkoreas Diktator Kim wollte offenbar seinen Neffen stürzen. Dies soll der Grund für seine plötzliche Hinrichtung im Jahr 2013 gewesen sein.

Hingerichtet wegen Hochverrat

Wir erinnern uns: Im Jahr 2013 ließ Nordkoreas Diktator Kim Jong Un seinen Onkel Jang Song-thaek hinrichten. Der damals 67-jährige war der zweitmächtigste Mann im Staat, stellvertretender Vorsitzender des Militärs und Mentor des circa 30-jährigen Diktators. Offiziell starb Jang wegen Hochverrat, doch was genau war der Grund? Nach neuen Informationen des chinesischen Magazins Boxun hatte er den Sturz seines Neffen geplant und die Pläne an Chinas damaligen Führer Hu Jintao in einem Geheimgespräch ausgeplaudert. Das in den USA publizierte Medium beruft sich in seinem Bericht vom 22. Februar auf Insider-Informationen.

Im August 2012 soll Jang Song-thaek heimlich in Peking mit Hu Jintao zusammengetroffen sein. Das Vier-Augengespräch in der Großen Halle des Volkes soll eine Stunde lang und lediglich von einem chinesischen Dolmetscher begleitet gewesen sein.

Putschplan blieb nicht geheim

Jang soll gegenüber Hu geäußert haben, dass er Kim Jong Un gegen seinen väterlichen Halbbruder Kim Jong Nam auswechseln wolle. Hu soll laut Boxun sehr diskret reagiert haben und gab keinerlei Anzeichen, ob er diesen Vorschlag nun gut fand oder nicht. Jedoch erfuhr noch ein weiterer den Inhalt des Geheimgesprächs: Chinas Sicherheits-Zar Zhou Yongkang (damals noch als Stasi-Chef in Amt und Würden, heute selbst im Gefängnis), berichtete Kim Jong Un, was sein Onkel gegen ihn im Schilde führte.

Jang wurde daraufhin von einem speziellen Militärtribunal in einem Schauprozess verurteilt. Am 12. Dezember 2013 bestätigte Nordkorea offiziell die Hinrichtung. (Die Nachricht war besonders aufsehenerregend gewesen, weil es geheißen hatte, „Diktator Kims Onkel zerfleischten die Hunde“, was sich jedoch als Ente entpuppte.)

So eng war Zhous Verhältnis zu Nordkorea

Zhous Beziehung war schon zu Kim Jong Il sehr intim gewesen und setzte sich auch fort, nachdem dieser gestorben und sein Sohn Kim Jong Un zum Führer Nordkoreas ernannt worden war. Zhou war der Kommunikationskanal zwischen den Kims und den chinesischen Machthabern und hatte in Nordkorea besonderen Einfluss.

Als im Jahr 2010 Kim Jong Un offiziell als Nachfolger seines Vaters Kim Jong Il nominiert und das Ganze mit einer Militärparade gefeiert wurde, war Zhou Yongkang der einzige Ausländer, der neben Kim Senior und Junior auf der Tribüne saß. Die Honkonger Oriental Daily schloss daraus, dass allein Zhous Anwesenheit ein Zeichen war, dass Kim Zhou als Paten für seinen Sohn bestimmt hatte.

Als der Sturz Zhou Yongkangs 2014 verkündet wurde, veröffentlichte Chinas Nachrichtenagentur Xinhua eine lange Liste von Zhous Vergehen, bei der ein Punkt stutzig machte: Der „Verrat von Partei- und Staatsgeheimnissen“. Geht es nach dem Bericht von Boxun, war damit Zhous Verrat von Interna an Nordkorea und dessen Diktator gemeint.

Original-Artikel: http://www.theepochtimes.com/n3/1262311-mysterious-execution-of-leaders-uncle-in-north-korea-solved-says-overseas-chinese-media/

(deutsch von rf)



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