Der Nationale Sicherheitsberater des Weißen Hauses, John BoltonFoto: Chip Somodevilla/Getty Images

Nordkorea wettert gegen US-Sicherheitsberater: Bolton ist „dumm“ und „kriegsbessen“

Epoch Times27. Mai 2019 Aktualisiert: 27. Mai 2019 10:02

Kurz nach versöhnlichen Tönen von US-Präsident Donald Trump gegenüber Nordkorea hat das Land Trumps Nationalen Sicherheitsberater John Bolton verunglimpft.

Nordkorea will Bolton ausschließen

Bolton sei ein „menschlicher Makel“, der verbannt werden müsse, erklärte ein Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums am Montag laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA.

Bolton hatte zuvor gesagt, die jüngsten Kurzstreckenraketentests Nordkoreas verletzten „zweifelsohne“ UN-Resolutionen. Dennoch sei Washington weiterhin zu Gesprächen bereit.

Nordkorea akzeptiert UN-Verbote nicht

Der nordkoreanische Außenamtssprecher erklärte am Montag, Boltons Äußerungen seien „mehr als dumm“. Pjöngjang habe UN-Verbote zu ballistischer Technologie niemals akzeptiert. Diese sprächen Nordkorea seine „Rechte als souveräner Staat“ ab.

Zwar sprach er nicht explizit von Raketen, sagte aber, die jüngsten Abschüsse hätten sich nicht gegen Nachbarländer gerichtet und diese auch nicht bedroht.

„Abschüsse mit ballistischer Technologie zu verbieten, kommt einer Anweisung gleich, unser Recht auf Selbstverteidigung aufzugeben.“

Bolton eine Gefahr für den Frieden?

Bolton sei „kriegsbesessen“, erklärte der Sprecher weiter. Er „flüstere“ Trump „Krieg ein“, sagte er mit Blick auf Washingtons Vorgehen im Nahen Osten und in Südamerika.

Bolton sei „strukturell gestört“ und wolle „Frieden und Sicherheit zerstören“. „Ein solcher menschlicher Makel muss so schnell wie möglich weggehen“, sagte der Sprecher.

Schlag kommt kurz nach Trump Lob

Nur wenige Minuten zuvor hatte Trump bei einem Japanbesuch versöhnliche Töne gegenüber Nordkorea angeschlagen: Es gebe „großen Respekt“ zwischen den USA und Nordkorea, er gehe von „vielen guten Sachen“ aus.

Bereits am Sonntag hatte er betont, er habe weiter „Vertrauen“ in Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Das Land habe „einige kleine Waffen“ abgefeuert, was ihn aber nicht beunruhigt habe.

Raketentest sorgten für internationale Kritik

Nordkorea hatte Anfang Mai mit zwei Raketentests innerhalb einer Woche scharfe Kritik in weiten Teilen der internationalen Gemeinschaft ausgelöst.

Experten gehen davon aus, dass Pjöngjang mit den Abschüssen Druck auf die USA in den festgefahrenen Gesprächen zum Abbau des nordkoreanischen Atomwaffenarsenals ausüben möchte. (afp)



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