Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu.Foto: ABIR SULTAN/POOL/AFP über Getty Images

Normalisierung der Beziehungen: Israel kündigt Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Bahrain an

Epoch Times18. Oktober 2020 Aktualisiert: 18. Oktober 2020 7:52
Israel und Bahrain wollen nach Angaben israelischer Behörden am Sonntag ihre vor kurzem vereinbarten diplomatischen Beziehungen offiziell aufnehmen.

Bei einer Zeremonie in der bahrainischen Hauptstadt Manama sollen Vertreter von Israel und Bahrain eine „gemeinsame Erklärung“ unterzeichnen, womit die Aufnahme „uneingeschränkter diplomatischer Beziehungen“ markiert werde, sagte ein israelischer Beamter am Sonntag in Manama zu Journalisten. Beide Länder hatten sich im vergangenen Monat unter Vermittlung der USA auf eine Normalisierung ihrer Beziehungen verständigt.

Nach der Unterzeichnung der Erklärung, die für Sonntagabend geplant sei, könnten beide Staaten Botschaften im jeweils anderen Land eröffnen, sagte der Beamte.

US-Präsident Donald Trump hatte Mitte August persönlich die Einigung zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel bekanntgegeben. Im September folgte die Vereinbarung zwischen Israel und Bahrain. Die Normalisierung der Beziehungen Israels mit den arabischen Verbündeten der USA in der Region ist ein zentrales Ziel von Trumps Nahost-Politik, der sich Anfang November der Wiederwahl stellt.

Die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain sind das dritte und vierte arabische Land, die ihre Beziehungen mit Israel normalisieren. Bislang waren Ägypten und Jordanien die einzigen arabischen Länder gewesen, die Beziehungen zu Israel unterhielten.

Die Palästinenser betrachten die Normalisierung der Beziehungen mit Israel als „Dolchstoß“. Sie fürchten, dass ihr Streben nach einem eigenen Staat zunehmend an Unterstützung in der arabischen Welt verliert. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion