Obama: „Russland ist nur eine „regionale Macht“, ein nuklearer Anschlag auf Manhattan ist eine größere Bedrohung“

Epoch Times27. März 2014 Aktualisiert: 27. März 2014 10:07

Den Haag, Niederlande – Moskau zeigt keine Anzeichen, sich aus der Ukraine zurückzuziehen. Obama lässt dies jedoch kalt. Der US-Präsident bezeichnete den Status von Russland und dem russischen Präsidenten Putin auf der Weltbühne als "regionale Macht".

"Amerika steht vor einer Reihe von Herausforderungen. Russland ist eine regionale Macht, die einige ihrer unmittelbaren Nachbarn bedroht – nicht aus Stärke, sondern aus Schwäche", sagte Obama bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte.

Von ABC News wurde er gefragt, ob er jetzt seinem ehemaligen politischen Rivalen Mitt Romney zustimmen würde, der behauptete, dass Russland der geopolitische Top-Feind Amerikas wäre. Dazu sagte Obama: "Russlands Vorgehen ist ein Problem. Sie haben nicht den Nummer-Eins Stellenwert bezüglich nationaler Sicherheit in den Vereinigten Staaten. Ich mache mir aber viel mehr Sorgen um unsere Sicherheit, dass es dazu kommen könnte, dass eine Atombombe in Manhattan explodiert."

"Die Ukraine ist ein Land, in dem Russland seit Jahrzehnten enormen Einfluss hat – seit dem Zerfall der Sowjetunion. Und sie wissen, dass wir erheblichen Einfluss auf unsere Nachbarn haben. In der Regel müssen wird sie nicht besetzen um eine starke Kooperation mit ihnen zu erzielen. Die Tatsache, dass Russland sich gezwungen sah, militärisch vorzugehen und das Völkerrecht zu verletzten zeigt nur, dass sie wenig Einfluss haben, mehr nicht", fügte er hinzu.

Mit rund 30.000 Mann starken russischen Truppen an der Grenze zur Ukraine wäre die USA "besorgt über weiteres Vordringen von Russland in die Ukraine," sagte Obama.

"Wir widersetzen uns gegen das, was aussieht wie ein Einschüchterungsversuch. Jedoch hat Russland rechtlich gesehen das Recht, seine Truppen auf eigenem Boden zu platzieren. Ich glaube nicht, dass die Sache damit schon beendet ist. Ich denke, dass Russland noch immer eine Reihe von Berechnungen durchführt", sagte er.

Obama betonte, dass der Einsatz von Gewalt eine "schlechte Entscheidung" wäre. Dies würde nur weitere Folgen von der internationalen Gemeinschaft nach sich ziehen. Einschließlich Sanktionen gegen Schlüsselsektoren der russischen Wirtschaft.

"Nicht nur ich, sondern auch der Europäische Rat schlugen vor, weitere Sanktionen zu verhängen, falls Russland noch einen Schritt weiter gehen würde. Dies würde sich dann auf Bereiche im Energie-, Finanzwesen und im Handel zwischen Europa, den Vereinigten Staaten und Russland auswirken", erklärte Obama.

Obama bekräftigte, dass die Krim-Frage keine "beschlossene Sache" sei, weil die USA und ihre Verbündeten die Annexion der Halbinsel nicht anerkennen würden. Allerdings sagte er auch, "es wäre unehrlich zu behaupten, dass es eine einfache Lösung in der Krim Krise gibt, nach dem was schon alles geschehen ist." (so)

https://youtube.com/watch?v=THqo7LX2crk

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