Österreich: Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung infolge des Coronavirus bis 13. April verlängert

Von 20. März 2020 Aktualisiert: 20. März 2020 13:49
Die Bundesregierung in Österreich zeigt sich mit den bisherigen Ergebnissen der weitreichenden Ausgangsbeschränkungen infolge des Coronavirus zufrieden. Die Anstrengungen müssten jedoch weitergehen – vorerst zumindest bis Ostermontag.

In Österreich werden die vor einer Woche verkündeten Ausgangsbeschränkungen infolge des Coronavirus bis zum 13. April (Ostersonntag) ausgeweitet. Dies gaben Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Rudolf Anschober, Innenminister Karl Nehammer und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck am Freitag (20.3.) in einer gemeinsamen Pressekonferenz in Wien bekannt.

Wie der ORF berichtet, zieht Kanzler Kurz eine positive Bilanz bezüglich der bis dato bewirkten Effekte der Maßnahmen. Nur noch fünf Prozent der Kinder in Österreich müssten in den Schulen betreut werden, auch der öffentliche Verkehr sei deutlich zurückgegangen. Schulen und Kindergärten sind derzeit ebenso wie Hochschulen österreichweit geschlossen. Für Kinder von Eltern, die in systemerhaltenden Berufen tätig sind, gibt es Notbetreuungen.

Großteil der Coronavirus-Fälle in Österreich ohne kritischen Verlauf

„Wir tun das Richtige“, betonte der Kanzler. „Wir schaffen, was wir uns vorgenommen haben, weniger soziale Kontakte und so die Reduktion der Ansteckungen.“ Gleichzeitig dankte er allen, die durch ihre systemrelevante Arbeit dazu beitragen, dass die Wirtschaft „zumindest auf Minimalbetrieb weiter funktioniert“. Die weitere Beachtung der Anordnungen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens verglich Kurz mit einem „Marathonlauf“. Jeder, der sie mittrage, rette aber Leben.

Auch Gesundheitsminister Anschober konnte nach Rücksprache mit dem Fachberaterstab seiner Behörde vermelden, dass die Maßnahmen der Regierung wirkten. Was das Ziel anbelange, die Zahl der Zuwächse an Infizierten sowie Neuinfektionen drastisch zu reduzieren und das Gesundheitssystem so lange wie möglich zu entlasten, sei das bislang Erreichte „nur ein erster Schritt“. Man werde aber den Weg konsequent weiterverfolgen.

Derzeit gebe es – mit Stand Freitag, 8 Uhr – österreichweit 2.203 bestätigte Fälle einer Infektion mit dem Virus aus China. In den meisten Fällen befänden sich die Betroffenen in keinem kritischen Zustand. Zahlen der WHO zufolge seien 2.188 Fälle in Österreich aktiv, in 13 Fällen seien die Patienten in einem kritischen Zustand, in den übrigen nehme die Krankheit einen milden Verlauf. Neun Infizierte konnten bislang geheilt werden, sechs verstarben.

Einhaltung des Mindestabstands wird kontrolliert

Die Bevölkerung bleibe aufgefordert, nur noch jene direkten Kontakte zu pflegen, die unbedingt notwendig seien, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. Weiterhin möglich bliebe „unaufschiebbare berufliche Tätigkeit, dringende Besorgungen wie Lebensmittelkäufe und anderen Menschen zu helfen“. Bewegung im Freien bleibe allein oder mit Menschen aus dem eigenen Haushalt erlaubt – zu Dritten müsse ein Mindestabstand von einem Meter eingehalten werden.

Mehr als fünf Personen dürfen nicht an einem Ort zusammenkommen, Ausnahme bilden Aktivitäten, um die Ausbreitung des Virus zu bekämpfen. Sportanlagen und Spielplätze bleiben geschlossen. Parkschließungen behält die Regierung vor, bis dato wurden jedoch noch keine angeordnet. Nur noch Geschäfte, die der Grundversorgung dienen, dürfen derzeit offenhalten. Dazu zählen der Lebensmittel-Einzelhandel, Post, Banken, Apotheken und Drogerien.

Innenminister Nehammer warnte einmal mehr vor möglichen Konsequenzen im Fall des Zuwiderhandelns gegen die Kontakteinschränkungen. In 1.200 Fällen habe es bislang Anzeigen gegeben, weil Menschen sich Anweisungen der Polizei widersetzt hätten. „Für alle, die glauben, dass wir das auf die leichte Schulter nehmen: Der Strafrahmen ist enorm“, erklärte der Minister. Man werde zudem ab sofort zusätzlich den Sicherheitspolizeieinsatz des Bundesheeres in Anspruch nehmen. Um die Polizei zu entlasten, würden künftig Soldaten der Armee für Aufgaben wie die Botschaftsbewachung und den Schutz kritischer Infrastruktur herangezogen.

Lautsprecher-Durchsagen und Ansprachen zu Belehrungszwecken

Die Zeitung „Österreich“ berichtete am Donnerstag, dass die Polizei in Wien entschlossen einschreite, wenn Abstandsgebote missachtet würden. Zudem machten Lautsprecherwagen Passanten auf die Geltung der Vorschriften aufmerksam. Ein oe24-Reporter berichtet: „Wer nicht schon bei den Lautsprecher-Durchsagen reagiert, der wird von den Polizisten angehalten und belehrt. Die uneinsichtigen Jogger und Spaziergänger müssen Strafe zahlen.“

Mit 323 von 652 bereits verhängten Bußgeldern aufgrund der Verletzung Corona-bedingter Maßnahmen liegt die Bundeshauptstadt Wien an der Spitze vor Tirol mit 111 Strafen und der Steiermark mit 66. Im Burgenland wurden demgegenüber bislang erst in fünf Fällen Sanktionen verhängt.

In Tirol stehen derzeit zudem alle 279 Gemeinden unter Quarantäne. In Salzburg wurden die Gemeinde Flachau, das Gasteinertal und das Großarltal damit belegt, in Vorarlberg die Arlbergregion und in Kärnten die Großglockner-Gemeinde Heiligenblut.

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