Heinz-Christian Strache.Foto: JOE KLAMAR/AFP via Getty Images

Österreich vor Strache-Comeback: Ibiza-Spur könnte bis hinein in BKA und Verfassungsschutz reichen

Von 19. Mai 2020 Aktualisiert: 19. Mai 2020 15:00
Wie oe24 berichtet, sollen bislang 12 mögliche Finanziers der Ibiza-Falle gegen Österreichs Ex-Vizekanzler HC Strache identifiziert sein. Spuren führen auch ins Innenministerium. Strache hat unterdessen den Vorsitz der in „Team HC Strache“ umbenannten DAÖ übernommen.

Pünktlich zum 65. Jahrestag der Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrages – aber auch bewusst wenige Tage vor dem ersten Jahrestag der Veröffentlichung des „Ibiza“-Videos hat Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache am Freitag (15.5.) in Wien offiziell den Vorsitz des „Team HC Strache – Allianz für Österreich“ übernommen. Er wollte damit ein Zeichen für seine Rückkehr auf die politische Bühne setzen. Unterdessen sollen Ermittlungen brisante neue Spuren zu möglichen Hintermännern der Video-Falle zutage gefördert haben, die 2019 den damaligen Vizekanzler zum Rücktritt zwang.

Wie das Portal oe24.at berichtet, sollen führende Akteure hinter dem Video Kontakte bis hinein in die Reihen des österreichischen Bundeskriminalamts (BKA) sowie des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) gehabt haben.

War die Falle ein Racheakt gegen Strache nach Hausdurchsuchung bei BVT?

In einem Abhörprotokoll soll der mutmaßliche Mittäter K. über den mit internationalem Haftbefehl gesuchten Detektiv H., der als einer der zentralen Akteure hinter „Ibiza“ gilt, gesagt haben, dieser wäre ein V-Mann des BKA gewesen. K. soll dies auch im Rahmen einer Zeugenvernehmung geäußert haben.

Das Sicherheitsunternehmen, in dem H. tätig war, soll mehrfach hoch dotierte Aufträge für österreichische Sicherheitsbehörden ausgeführt haben, die dem österreichischen Innenministerium unterstehen. Neben dem BKA soll dies auch bezüglich des BVT gelten.

Der FPÖ-Innenminister der damaligen türkis-blauen Koalition, Herbert Kickl, hatte sich bereits zu Beginn seiner Amtszeit mit mehreren Hausdurchsuchungen im BVT und im dortigen Umfeld in den Reihen des Dienstes Feinde gemacht. Anlass war offiziell ein Befehl der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft. Da bei dieser Gelegenheit aber auch Daten über rechte und rechtsextreme Akteure beschlagnahmt wurden, interpretierte man die Aktion vielfach als Kampfansage an linksgerichtete tiefe Strukturen im BVT. Eine mögliche Mitwisserschaft dortiger Beamter bezüglich der Ibiza-Falle könnte demnach auch auf Rache als mögliches Motiv hindeuten.

„Ibiza-Video auch Haselsteiner angeboten“

Wie oe24 weiter berichtet, will die „Soko Ibiza“ bereits zwölf Verdächtige aufgespürt haben, die der unteren und mittleren Ebene des Finanzier-Netzwerks hinter den illegalen Aufnahmen zu Lasten des früheren Vizekanzlers angehört haben sollen. Demnach könnten drei Gruppen in die Finanzierung des Videos involviert gewesen sein, dessen Federführung der Detektiv H. und der Wiener Rechtsanwalt M. innegehabt haben sollen.

Neben der Spur, die ins Innenministerium weist, soll auch eine ins Umfeld des Milliardärs Hans-Peter Haselsteiner geführt haben. Wie Zeugen aus SPÖ und NEOS gegenüber der „Soko Ibiza“ bestätigt hätten, soll Haselsteiner der Erste gewesen sein, dem das Video für 1,5 Millionen Euro angeboten worden wäre. Diesen sei die Sache jedoch „zu heiß“ gewesen.

Auch ein bekannter Wiener Jurist könnte zumindest Mitwisser gewesen sein, berichtet oe24 weiter. Er soll zu M. beste Kontakte gehabt haben und Indizien aus Abhörprotokollen deuten offenbar auch an, dass dieser eingeweiht gewesen sein konnte.

Mittlerweile laufen gegen die mutmaßlichen Ibiza-Akteure 35 Strafverfahren – neben Erpressung und Nötigung geht es dabei unter anderem auch um Drogenbesitz.

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