Panda-Diplomatie: China schickt Pandas nach Indonesien

Epoch Times28. September 2017 Aktualisiert: 28. September 2017 18:57
China schickt erneut Pandas aus: Zwei Riesenpandas sind in Indonesien eingetroffen. Die Leihgabe ist auf zehn Jahre ausgelegt.

Zwei chinesische Riesenpandas sind am Donnerstag in Indonesien eingetroffen. Die Tiere Cai Tao und Hu Chun, beide sieben Jahre alt, sollen in einem Safaripark in der Nähe der Hauptstadt Jakarta untergebracht werden.

„Wir hoffen, dass sich Hu Chun und Cai Tao paaren und dass sie hier Nachwuchs bekommen“, erklärte ein Sprecher des Taman Safari Indonesia Parks.

Die beiden Bären aus der chinesischen Provinz Sichuan wiegen jeweils etwa 120 Kilogramm und werden in dem Tierpark eine 1300 Quadratmeter große Anlage erhalten.

Die Leihgabe ist auf zehn Jahre ausgelegt und ein neuerlicher Ausdruck der sogenannten chinesischen Panda-Diplomatie: China und Indonesien feiern das 60. Jahr gemeinsamer diplomatischer Beziehungen. Zuletzt war das Verhältnis beider Länder wegen Gebietsstreitigkeiten im Südchinesischen Meer angespannt.

Berlin zahlt für seine Panda-Leihgaben jährlich 920.000 Euro

Der Pandabär ist Chinas härteste Währung, zu diesem Schluss kam 2013 eine Studie der Oxford University. Der Kuschelfaktor der Bären sorge für starke, langanhaltende Beziehungen im Wirtschaftsbereich.

Aktuell läuft die „dritte Phase der Panda-Diplomatie“ der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh). In Phase 1, während der Mao-Ära in den 60er bis 70er Jahren, wurden Pandas verschenkt, um strategische Freundschaften zu schließen.

Mit Deng Xiaoping begann 1978 Phase 2 in der man die Bären im Leasing verlieh. Heute, in Phase 3, bekommen die Pandas vor allem Länder, die besonders resourcenreich oder technologisch hochentwickelt sind. Gegen hohe Gebühr.

Genauso wie sie ‘Einvernehmen besiegeln’ können Pandas auch zurückgerufen werden, sollten Dissonanzen entstehen. Zum Beispiel gab es die Abmachung, dass zwei Pandababies, die in den USA zur Welt kamen, erst 2010 nach China zurückkehren sollten. Als US-Präsident Obama jedoch 2009 von Peking vor einem Treffen mit dem Dalai Lama gewarnt wurde, wurden die Bärchen schon zwei Tage später zurückgefordert. (afp/ks)

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