Die polnische Regierung - hier im Bild Präsident Andrzej Duda - widerspricht Gerüchten über Kampfjetlieferungen in die Ukraine.
Die polnische Regierung - hier im Bild Präsident Andrzej Duda - widerspricht Gerüchten über Kampfjetlieferungen in die Ukraine.Foto: Kay Nietfeld/dpa

„Polen wird seine Kampfjets nicht in die Ukraine schicken“

Epoch Times7. März 2022
Gerüchten zufolge soll Polen Kampfflugzeuge an die Ukraine liefern, die USA bestätigen entsprechende Überlegungen. Doch Polen dementiert.

Polen hat erneut Berichten widersprochen, wonach das Land die Ukraine mit Kampfflugzeugen sowjetischer Bauart ausstatten will.

„Polen wird seine Kampfjets nicht in die Ukraine schicken und auch nicht erlauben, seine Flughäfen zu nutzen. Wir helfen ganz erheblich in vielen anderen Bereichen“, erklärte die Regierung in Warschau am Sonntag bei Twitter.

Sie verwies dabei auf eine Erklärung des polnischen Generalstabs vom Donnerstag. Darin hieß es, alle polnischen Kampfflugzeuge vom Typ MiG-29 blieben auf ihren Heimatbasen, sie seien außerdem mit dem rot-weißen Hoheitszeichen der polnischen Luftwaffe markiert.

Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, Polen werde der Ukraine MiG-Kampfjets zu Verfügung stellen und erhalte dafür von den USA Kampfflugzeuge vom Typ F-16.

USA bestätigt Überlegungen

US-Außenminister Antony Blinken bestätigte bei einer Pressekonferenz in Moldau auf eine Frage hin solche Überlegungen: „Wir sehen uns derzeit aktiv die Frage von Flugzeugen an, die Polen an die Ukraine liefern könnte. Und wie wir dann nachliefern könnten, sollte Polen sich entschließen (…) diese Flugzeuge zu liefern.“ Dafür gebe es keinen Zeitplan, aber man schaue sich das „sehr, sehr aktiv an“.

Ein Sprecher der Regierung in Warschau sagte dazu, die Diskussion zu einer Übergabe von Flugzeugen laufe noch, es sei noch keine Entscheidung dazu gefallen. Es entspreche auch nicht den Tatsachen, dass Flugzeuge von Polen aus zu Kampfzwecken in das Gebiet der Ukraine starten.

Blinken sagte weiter, man sei mit der ukrainischen Regierung im Gespräch, was dort benötigt werde. „Sobald wir diese Einschätzung bekommen, werden wir sehen, was wir und unsere Verbündeten und Partner liefern können“, sagte Blinken. Er erinnerte daran, dass die USA binnen eines Jahres bereits mehr als eine Milliarde Dollar an Unterstützung für die Sicherheit der Ukraine gegeben hätten. (dpa/red)



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