CNN.Foto: iStock

Project Veritas: „CNN hat jeden Anspruch auf Seriosität verspielt“

Von 5. Dezember 2020 Aktualisiert: 5. Dezember 2020 14:15
Der US-Medienriese CNN hat der Enthüllungsplattform „Project Veritas“ eine Klage angedroht, weil dieses Tonaufnahmen aus internen Redaktionssitzungen veröffentlicht hat. Die Aufnahmen sollen eine einseitige und selektive Berichterstattung des Senders entlarven.

Mit Gelassenheit sieht Neil McCabe, der Kommunikationsdirektor der konservativen Enthüllungsplattform „Project Veritas“, möglichen gerichtlichen Klagen entgegen, die der Sender CNN ihm angedroht hat. Auf Twitter hieß es aus dem Sender, „Rechtsexperten“ hätten ein mögliches „Verbrechen“ darin gesehen, dass das Projekt Tonaufnahmen aus der Chefetage geleakt habe – deren Echtheit der Sender allerdings bis dato nicht bestätigt hat. Man habe die Angelegenheit an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet.

McCabe: CNN hat selbst Privatsphäre von Donald und Melania Trump verletzt

Gegenüber dem öffentlich-rechtlichen russischen Medium „Sputniknews“ erklärte McCabe, es wären nicht einmal Anwälte gewesen, die diese Drohung ausgestoßen hätten, sondern die PR-Abteilung.

Zudem solle CNN vor der eigenen Türe kehren, immerhin habe man selbst mehrfach vertrauliche oder private Gespräche und deren Inhalte zum Gegenstand eigener Berichterstattung gemacht: „Dies sind dieselben Rechtsexperten, die CNN gesagt haben, es sei in Ordnung, die geheimen Aufzeichnungen von Melania Trump und die ‚Access Hollywood‘-Aufnahmen von Präsident Trump zu veröffentlichen. […] Wann hat CNN jemals gesagt, Moment mal, wir können das nicht veröffentlichen, weil es möglicherweise gegen das Gesetz verstößt?”

Man sei auch nicht bereit, irgendeiner Form außergerichtlicher Einigung zuzustimmen.

„CNN hat jeden Anspruch auf Seriosität verspielt“

Das Project Veritas hat offenbar versteckte Aufnahmen von internen Redaktionsmeetings von CNN mit dessen Chef Jeff Zucker angefertigt. Dies soll, wie „Yahoo News“ berichtet, offenbar über mehrere Wochen angedauert haben. Ein Teil der Aufnahmen wurde schon veröffentlicht, andere sollen noch folgen.

Die Enthüllungen sollen zeigen, dass es sich bei CNN um ein Medium handelt, das in so eklatanter Weise voreingenommen sei, dass es nicht mehr den Anspruch von Seriosität erheben könne. Zucker selbst lasse erkennen, dass er einseitige und selektive Berichterstattung befürworte, wenn diese erforderlich sei, um die von ihm gewünschte Weltsicht zu verbreiten.

Project Veritas kritisiert Umgang mit Laptop-Story um Hunter Biden

Nach Auffassung von Project Veritas sei es ein Beweis für einseitige und manipulative Berichterstattung, dass Zucker die von Trump-Anwalt Rudy Giuliani präsentierten E-Mails, die mutmaßlich von der Festplatte eines Laptops von Hunter Biden stammten, ohne weitere Überprüfung als „unbegründete Verleumdungen“ abgetan hatte. Zucker meinte, dass man diese „nicht wiedergeben“ müsse, „nur weil die rechten Medien es vorschlagen“.

Giuliani will im Vorfeld der Wahl an die Kopie der Festplatte eines Laptops gelangt sein, den der Sohn des Präsidentschaftskandidaten Joe Biden in einer Reparaturwerkstatt im US-Bundesstaat Delaware abgegeben und nicht wieder abgeholt haben soll. Das FBI soll den Computer im Dezember 2019 beschlagnahmt haben. Der Besitzer der Werkstätte habe jedoch eine Kopie angefertigt, an die am Ende Giuliani gekommen sei.

Geheimdienste sahen keinen Hinweis auf „russische Desinformation“

Der Inhalt der E-Mails dokumentierte umfangreiche geschäftliche Interessen von Mitgliedern der Biden-Familie in China und in der Ukraine. Zwar ging nicht zweifelsfrei daraus hervor, ob auch Joe Biden selbst in Milliardenprojekte unter der Aufsicht der KP-Diktatur involviert war. Vor dem Hintergrund der eher zurückhaltenden Politik Bidens gegenüber dem Regime in seiner Zeit als Vizepräsident erweckten die Geschäfte seines Sohnes jedoch Argwohn dahingehend, ob diese die Amtsführung Bidens in unangemessener Weise beeinflussen könnten.

Aus dem Wahlkampfteam Bidens hieß es erst, bei der Laptop-Story handele es sich um eine „russische Desinformationskampagne“. Die US-Geheimdienste kamen jedoch einhellig zu der Einschätzung, dass diesbezüglich keine Anhaltspunkte vorlagen.

Journalismus nach Gutsherren-Art?

Zucker soll Giuliani zudem als „verrückt“ bezeichnet haben, ein anderes Redaktionsmitglied beschimpfte „Fox News“-Kommentator Tucker Carlson als „Rassisten“.

McCabe zieht aus dem Inhalt der Aufnahmen eine für CNN unvorteilhafte Bilanz: „Jeff Zucker, der scheidende Präsident von CNN, unterdrückt aktiv Nachrichten und übertreibt dann andere Geschichten. […] Nicht weil die Geschichten wahr sind oder weil die Geschichten falsch sind. Sondern, weil die Geschichten entweder zu Zuckers Weltanschauung passen oder nicht.”

Der „kulturelle Druck“, der in US-Medien herrsche, sei „fast strenger ist als jede Art von staatlicher Regulierung”, erklärte der Kommunikationschef gegenüber „Sputniknews“.

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