Flüchtlinge auf der griechisch-mazedonischen GrenzeFoto: BULENT KILIC/Getty Images

Proteste gegen Bahnhof-Schließung: Zusammenstöße zwischen Migranten und griechischen Polizisten

Epoch Times8. April 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 3:25
Flüchtlinge und Migranten protestierten gegen die Schließung eines Bahnhofs auf der griechisch-mazedonischen Grenze. Dabei kam es zu Ausschreitungen. Die Polizei griff ein.

Auf der griechisch-mazedonischen Grenze kam es zwischen der griechischen Polizei und mehreren Flüchtlingen zu Auseinandersetzungen. Am Donnerstag protestierten die Asylsuchenden aus dem Idomeni-Camp gegen die Schließung eines Bahnhofs in einem Dorf nahe der Grenze. Sie versuchten Fahrzeuge mit Gewalt zu stoppen, woraufhin die Polizei eingriff.

Darüber hinaus durchbrachen die aufgebrachten Migranten Polizeisperren und erkämpfen sich ihren Weg in ein Sperrgebiet entlang der Bahnlinie. Sie versuchten auch einen Grenzzaun niederzureissen. 

Die geschlossene Bahnstation am Balkan wurde von Tausenden Flüchtlingen genutzt um aus ihren Heimatländern weiter in Richtung Westeuropa zu fliehen. Durch die Schließung dieser Route sind rund 12.000 Flüchtlinge in Idomeni gestrandet. Aktuell gibt es insgesamt mehr als 51.000 Flüchtlinge die versuchen über Griechenland nach Nordeuropa zu gelangen. 

Europa steht vor ihrer schlimmsten Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. In 2015 reisten über eine Million Asylsuchende in die EU. Die meisten dieser Menschen befinden sich derzeit in Deutschland. 

Im vergangenen Monat wurde ein Flüchtlingsabkommen zwischen der Europäische Union und der Türkei abgeschlossen. Der Deal besagt, Ankara werde alle illegal eingereisten Flüchtlinge aus Griechenland wieder zurück nehmen. Im Gegenzug verpflichtet sich die EU die gleiche Anzahl an legalen Flüchtlingen aus der Türkei zu übernehmen.  

Der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte äußerte sich besorgt über die geplanten Abschiebungen. Er meint, dass dies zu "kollektiven Ausweisungen" von Kriegsflüchtlingen führen könne. Am Montag wurden die ersten 200 Asylsuchenden von den griechischen Inseln in die Türkei zurückgeführt. (so) 

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