Italiens Innenminister Matteo Salvini ist mit seiner "Lega" der große Sieger bei der EU-Wahl in Italien. Emanuele Cremaschi/Getty Images)

Klare Nummer 1: Rechte Lega in Italien erreicht bei Europawahl 34,3 Prozent der Stimmen

Epoch Times27. Mai 2019 Aktualisiert: 27. Mai 2019 11:38
Die rechtsgerichtete Lega von Italiens Innenminister Matteo Salvini ist bei der Europawahl eindeutig stärkste Kraft geworden. Die Partei erzielte nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen einen Wähleranteil von 34,3 Prozent. Der 82-jährige Silvio Berlusconi sicherte sich mit seiner Partei "Forza Italia" einen Sitz im Europaparlament.

Die rechtsgerichtete Lega von Italiens Innenminister Matteo Salvini ist bei der Europawahl eindeutig stärkste Kraft geworden. Die Partei erzielte 34,3 Prozent, wie am Montag nach Auszählung von mehr als 99 Prozent der Stimmen bekanntgegeben wurde. Bei der Europawahl 2014 war sie nur knapp über sechs Prozent gekommen, bei den italienischen Parlamentswahlen im März 2018 hatte sie 17 Prozent erzielt.

„Ein einziges Wort, danke Italien“, schrieb Vize-Regierungschef und Innenminister Salvini in der Nacht zum Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Auf dem zweiten Platz landete am Sonntag die sozialdemokratische Oppositionspartei PD, die auf 22,7 Prozent kam. Der Koalitionspartner der Lega, die Fünf-Sterne-Bewegung, stürzte auf 17 Prozent ab – bei den Parlamentswahlen im März 2018 hatte sie noch 32,5 Prozent der Stimmen bekommen.

Silvio Berlusconi mit Sitz im EU-Parlament

Die Forza Italia von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi kam auf 8,8 Prozent. Der 82-jährige Berlusconi war trotz gesundheitlicher Probleme als Kandidat angetreten und sicherte sich nun einen Sitz im EU-Parlament.

Im Gegensatz zum starken Abschneiden der Grünen in anderen europäischen Ländern kam die Partei in Italien lediglich auf 2,3 Prozent.

Der Wahlsieg der Lega reiht sich ein in die Ergebnisse anderer rechtspopulistischer Parteien bei der Europawahl, die in mehreren Ländern Zuwächse verbuchen konnten. Die Lega will zusammen mit den französischen Rechtspopulisten, der AfD, der FPÖ aus Österreich und Nationalisten ein erweitertes Bündnis im EU-Parlament schmieden. (afp)



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