Die iranischen Revolutionsgarden haben Rache für die Tötung des Hisbollah-Militärchefs Haytham Ali Tabatabai durch die israelische Armee geschworen. „Das Recht der Achse des Widerstands und der libanesischen Hisbollah, das Blut der mutigen Kämpfer des Islam zu rächen, ist unzweifelhaft“, erklärten die Revolutionsgarden am Montag. Sie sind der wichtigste militärische und finanzielle Unterstützer der Hisbollah-Miliz im Libanon.
Die israelische Armee hatte Tabatabai am Sonntag durch einen Luftangriff in Beirut getötet. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei dem Angriff insgesamt fünf Menschen getötet und 28 weitere verletzt. Der israelischen Armee zufolge wurden neben Tabatabai vier weitere Kämpfer der Hisbollah getötet.
Iran verurteilt und droht Reaktion an
Der Militärchef ist der ranghöchste Hisbollah-Vertreter, der seit Beginn der Waffenruhe vor einem Jahr einem israelischen Angriff zum Opfer fiel. Der israelischen Regierung zufolge war Tabatabai für den Wiederaufbau und die Wiederbewaffnung der Organisation verantwortlich. An seiner Beerdigung in Beirut am Montag nahmen hunderte Hisbollah-Anhänger teil.
Nach dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 war auch der Konflikt zwischen Israel und der mit der Hamas verbündeten Hisbollah-Miliz im Libanon eskaliert. Seit November 2024 gilt eine Waffenruhe. Beide Seiten werfen sich jedoch gegenseitig immer wieder Verstöße gegen die Feuerpause vor. Die USA haben den Druck auf Beirut erhöht, die Hisbollah zu entwaffnen. Die pro-iranische Miliz lehnt ihre Entwaffnung strikt ab. Israel macht die Entwaffnung der Hisbollah zur Bedingung für ein Ende seiner Angriffe.
USA fordert Entwaffnung der Hisbollah
Der Iran erkennt Israel nicht an und unterstützt radikalislamische Gruppierungen in der Region, darunter die Hisbollah im Libanon, die Huthis im Jemen und die Hamas im Gazastreifen. Erklärtes Ziel der vom Iran angeführten und gegen Israel und die USA gerichteten „Achse des Widerstands“ ist die Vernichtung Israels. (afp/red)