Riesige Explosion nahe einer militärischen Chemiefabrik in Donezk (+Video)

Titelbild
Sonntag tauchten eine Reihe Videos einer Explosion in Donezk auf Youtube auf. Allerdings scheint es sich dabei nicht um die Explosion einer Atomwaffe zu handeln, wie in vielen Sozialen Medien behauptet wird, sondern lediglich um eine sehr grosse Explosion.Foto: YouTube screenshot
Epoch Times9. Februar 2015

Eine grosse Explosion erschütterte die ukrainische Region um Donezk am Sonntag um 22:50 lokaler Zeit, die in mehreren Videos festgehalten wurde, die auf Youtube hochgeladen wurden.

Die Explosion von Sonntag Nacht war nicht die einer "taktischen Kernwaffe", wie von verschiedenen Leuten in Sozialen Medien behauptet wurde. Sie ist wahrscheinlich von Artillerie-Feuer verursacht worden, wahrscheinlich von einer SS-21 Scarab. Das sind taktische ballistische Boden-Boden-Raketen. Die ukrainischen Nachrichtenseite TSU.ua zitiert Dmytro Anatolijowytsch Jarosch, ein Funktionär der ukrainischen rechtsextremen und radikal nationalistischen Gruppe „Prawyj Sektor“, dass durch die Explosion etwa "200 Terroristen" getötet worden sein sollen.

Laut eines Berichts von Russia Today soll es sich bei der Fabrik um eine chemische Militär-Fabrik gehandelt haben.

Hier einige Videos der Explosion in Donetsk:

https://youtube.com/watch?v=ZuQ5EPnSE_4

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https://youtube.com/watch?v=YeBhv9NN_BQ

Ein Sprecher der Rebellen Volksrepublik Donetsk sagte gegenüber NahNews.ua, dass es sich wahrscheinlich um eine Rakete gehandelt habe, die die Explosion verursacht hatte. Er würde aber auch nicht die Explosion einer Fabrik ausschliessen.

"Es gab eine Pilzwolke über Donetsk", berichtete einer der Rebellen auf der ukrainischen Nachrichtenseite ZN.ua und fügte hinzu, dass in "Dutzenden von Häusern die Fenster eingefallen waren".

Ersten Berichten nach soll es sich um einen Angriff der Artillerie auf ein Munitionsdepot der Volksrepublik Donezk gehandelt haben.

"Das Epizentrum der Explosion befand sich in der Nähe des DKZHI", so der stellvertretende Vorsitzende der Anti-Kiewer Volksfront, Konstantin Dolgov, auf seiner Facebook-Seite. Die Fabrik ist bekannt für ihre industriellen Explosionsmittel, Munition und Artilleriebomben. Dies ist nicht das erste Mal, dass diese Fabrik Ziel eines Angriffs aus Kiew wurde. Bereits im September und November wurde sie von Artillerie-Raketen getroffen.

Dass es sich auf keinen Fall um einen Atomschlag handeln würde, führt ein Leser auf Hartgeld.com aus: "Bei überirdischen Kernexplosionen ist immer zuerst ein weißer Lichtblitz zu sehen, etwas anderes ist physikalisch nicht möglich. Außerdem ist die Druckwelle überschallschnell, d. h. den Hobbyfilmer aus dem Video hätte es schon aus den Socken hauen müssen, bevor der "Pilz" überhaupt sichtbar gewesen wäre. Und nicht vergessen: Wegen der immensen Strahlungsspitze (auch bei einer "kleinen" taktischen Atomwaffe!) würden in Deutschland schon längst die Alarmglocken schrillen…

(jp/dk)



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