Der russische Co-Pilot des abgeschossenen Flugzeuges ist wohlauf und spricht zu PressevertreternFoto: Screenshot/Youtube

Russischer Co-Pilot im Interview – Türkischer Politikersohn als „turkmenischer Rebell“ beteiligt

Epoch Times30. November 2015 Aktualisiert: 30. November 2015 20:38
Der Co-Pilot des abgeschossenen russischen Jets sprach jetzt in Latakia zu Pressevertretern. Demnach gab es keine Warnungen, sie seien auch nicht in türkischem Luftraum gewesen. Außerdem meldeten türkische Medien, dass der Abschuss der Piloten durch turkmenische Rebellen vom Sohn eines türkischen Politikers angeführt worden sei. Sein Vater sei Mitglied bei den "Grauen Wölfen".

Der Mann sagte aus, dass sich die türkischen Flieger hätten neben sie setzen müssen, wenn sie sie bei dieser hohen Geschwindigkeit hätten visuell warnen wollen. "Das haben sie aber nicht", so der Flieger. Dann habe die Rakete das Heck getroffen. "Wir haben sie nicht einmal kommen sehen."

Sie waren in einer Höhe von etwa 6.000 Metern, die Sicht war klar. Sie wären oft dort geflogen, er kenne die Route sehr gut. Auch sagte er, dass das Flugzeug bis zum Einschlag der Rakete unter voller Kontrolle stand. Sie seien zu keiner Zeit im türkischen Luftraum gewesen.

Er bat seine Vorgesetzten, auf der gleichen Basis eingesetzt zu werden. Er wolle seinen toten Kommandanten rächen. (sm)

"Turkmenischer" Rebell soll türkischer Politikersohn sein

Einer der angeblich turkmenischen Kommandeure der Rebellengruppe an der syrischen-türkischen Grenze soll der Sohn eines rechtsnationalen Politikers in der Türkei sein. Die Gruppe dieses Mannes habe auch den Piloten während des Absprungs mit dem Notfallschirm erschossen. Dies meldete der russische Sender "Sputniknews" mit Verweis auf das türkische Nachrichtenportal "Serihaber" und die Zeitung "Hürriyet".

Der Mann, der "turkmenischer" Vize-Kommandeur der "Syrischen Turkmen-Brigade" sein soll, sei 32 oder 33 Jahre alt und der Sohn des ehemaligen Bürgermeisters der türkischen Kleinstadt Keban. Sein Name sei Alparslan Celik. Er habe sich 2014 den von den USA unterstützen turkmenischen Rebellentruppen im Irak angeschlossen. Sein Vater ist Mitglied der rechtsextremen türkischen Partei MHP ("Graue Wölfe"). Der Politiker sei stolz auf seinen Sohn, sagte er in der türkischen Presse.

Kurz nach dem Abschuss gab Celik bekannt, dass sie die Piloten abgeschossen hätten. Er sprach dabei von zwei abgeschossenen Piloten. "Als die Piloten festgenommen wurden, waren sie bereits tot", sagte Celik. Der Journalist fragte nach: "Beide?" Celik antwortete: "Beide – meine Freunde werden sie herbringen." Laut seinen Aussagen wurden die Piloten in der Luft getötet, während alle auf sie schossen. Als Beweise hatte er Teile eines Fallschirms dabei.

https://youtube.com/watch?v=FZpbz2OpCMo

Das russische Verteidigungsministerium hatte allerdings schon am Vorabend bekanntgegeben, dass die terroristischen Gruppen, die sich während der Rettungsaktion des Co-Piloten im Gebiet aufhielten liquidiert worden seien: "Sobald unser Pilot in Sicherheit war, haben russische Bomber und die Raketenartillerie der syrischen Regierungstruppen eine längere Zeit massierte Schläge in diesem Gebiet geführt", so Generalmajor Igor Konaschenkow, der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums. Dabei sollen sowohl die Terroristen, als auch andere "mysteriöse Gruppen" liquidiert worden sein. (sm)

https://youtube.com/watch?v=jC-GaiqTJ9o

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