Myanmarische Soldaten marschieren in Formation während einer Militärparade in Naypyidaw am 27. März 2018 anlässlich des 73. Tages der Streitkräfte.Foto: THET AUNG/AFP via Getty Images

Russland warnt vor Sanktionen gegen Militärjunta in Myanmar

Epoch Times6. April 2021 Aktualisiert: 6. April 2021 11:57

Russland hat ebenso wie China Sanktionen gegen die Militärjunta in Myanmar abgelehnt und gewarnt, derartige Strafmaßnahmen könnten einen umfassenden Bürgerkrieg in dem südostasiatischen Land auslösen.

Ein Weg in Richtung von „Drohungen und Druck“ gegen die „derzeitigen Autoritäten“ in Myanmar sei „extrem gefährlich“ erklärte das russische Außenministerium am Dienstag laut der Nachrichtenagentur Interfax. Solche Schritte drohten, das Land in einen „umfassenden zivilen Konflikt“ zu treiben.

Beide Länder unterstützen das Militär in Myanmar seid Jahren intensiv durch Waffenlieferungen und den Verkauf von Waffensystemen. China ist dabei der mit Abstand größte Unterstützer.

Seit dem Militärputsch Anfang Februar gibt es in Myanmar anhaltende Proteste. Die Sicherheitskräfte gehen mit großer Brutalität gegen die Demonstranten vor. Nach Zählungen von Aktivisten wurden bereits mehr als 550 Menschen getötet, tausende weitere wurden festgenommen.

Russland hatte in der Krise in Myanmar angekündigt, seine Beziehungen zu dem Land ausbauen zu wollen.

Russlands stellvertretender Verteidigungsminister Alexander Fomin und weitere hohe Beamte hatten vor einer Woche an einer Militärparade in Myanmar teilgenommen. Am selben Tag waren mehr als einhundert Demonstranten getötet worden.

Es scheint Russland und China wollen, auch wenn Suu Kyi ein gutes Verhältnis zu Präsident Xi attestiert wird, verhindern, dass das Myanmar mehr demokratische Strukturen entwickelt und eine Annäherung an den Westen praktiziert.

Xi gratulierte Suu Kyi damals zum Wahlsieg und es gab ein Treffen zwischen beiden. Sie wiederum half China dabei, mehrere umstrittene Projekte in Myanmar wiederaufzunehmen.

Auch unterstützte sie dessen umstrittene Belt and Road Initiative. Möglicherweise, wurde der weitgehende Einfluss des Militärs in Myanmar als bedroht angesehen, womit offenbar für einige inländische und ausländische Kräfte eine Grenze überschritten schien. (afp/er)



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