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„Digitaler, schlanker und beweglicher“

Schweizer Rundfunk will 900 Stellen bis 2029 streichen

Die SRG muss bis 2029 rund 270 Millionen Franken einsparen. Es folgt eine Neuaufstellung und Entlassungen.

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Das Schweizer Radio- und Fernsehunternehmen SRF.

Foto: Michael Derrer Fuchs

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Lesedauer: 2 Min.

Die Schweizer Rundfunkorganisation SRG will in den kommenden Jahren 900 Stellen abbauen. „Die SRG muss bis 2029 rund 270 Millionen Franken einsparen“, erklärte die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft am Montag. Um dieses Sparziel zu erreichen, „ist nebst der grundlegenden Transformation des Unternehmens auch ein Stellenabbau nötig“. Bis 2029 sollen demnach 900 Vollzeitstellen wegfallen.
Die SRG ist die Dachorganisation der öffentlichen Radio- und Fernsehsender des Landes und wird zu einem erheblichen Teil über Gebühren finanziert. Die Organistion verwies nun insbesondere auf die Entscheidung der Regierung, die Gebühren zu reduzieren: „Der erste Schritt der Senkung der Medienabgabe erfolgt per Januar 2027. Deshalb muss die SRG bereits bis dahin 125 Millionen einsparen.“

Gebühr seit Juni 2024 reduziert

Darüber hinaus verändere sich das Umfeld und die Art und Weise, wie Menschen Medien nutzen „rasant“, erklärte die SRG. Das Unternehmen müsse deshalb „digitaler, schlanker und beweglicher“ werden.
„Wir bedauern diesen Stellenabbau“, erklärte SRG-Generaldirektorin Susanne Wille. „Die politischen Entscheidungen sowie das Umfeld, in dem wir uns als Medienunternehmen bewegen, lassen uns keine andere Wahl.“ Es werde ein „verantwortungsvoller und sozialverträglicher“ Stellenabbau angestrebt, aber Entlassungen seien „unumgänglich“.
Die Schweizer Regierung, der Bundesrat, hatte im Juni 2024 entschieden, die Medienabgabe von derzeit 335 Franken (360 Euro) pro Jahr und Haushalt auf 300 Franken zu reduzieren. Im März steht eine Volksabstimmung über eine weitere Reduzierung auf 200 Franken an. Im Jahr 2018 war eine Initiative zur gänzlichen Abschaffung der öffentlichen Medienfinanzierung gescheitert, knapp 72 Prozent der Wähler sprachen sich dagegen aus. (afp/red)

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