Seattle ersetzt Barrikaden der Aktivisten durch Betonbarrieren – Besetzer drohen Ladenbesitzer mit dem Tod

Von 17. Juni 2020 Aktualisiert: 18. Juni 2020 17:16
In Seattle werden die provisorischen Barrikaden der Aktivisten durch Betonbarrieren ersetzt. Diese würden der Sicherheit der Bürger dienen und könnten von den Demonstranten angemalt werden, hieß es seitens des Bürgermeisterbüros. Unterdessen nimmt die Kriminalität in der Polizei-freien Zone zu, die Zahl der Notrufe verdreifachte sich.

Die US-Stadt Seattle und die dortigen Aktivisten, die den „Capitol Hill Organized Protest“ (CHOP) anführen und die sogenannte „autonome Zone“ besetzen, haben eine Vereinbarung getroffen. Die von den Aktivisten provisorisch errichteten Straßensperren sollen durch Betonbarrieren ersetzt werden.

„In Abstimmung mit den Demonstranten vor Ort, begannen die Arbeiten am Dienstag um 6:30 Uhr. Eine Zeltbarriere an der 10th und Pine wird entfernt und durch eine stabilere Betonbarriere ersetzt“, hieß es seitens des Büros der demokratischen Bürgermeisterin von Seattle, Jenny Durkan, am Dienstag (16.6.). Diese Maßnahme soll die „öffentliche Sicherheit“ verbessern. „Die Stadt hat erfolgreich mit Demonstranten vor Ort zusammengearbeitet, um den CHOP so umzugestalten, dass die öffentliche Sicherheit und ein besserer Zugang für die örtliche Gemeinde gewährleistet sind“, zeigte sich das Bürgermeisterbüro erfreut.

Damit werde der Verkehr umgeleitet und der Zugang zu den Gassen wieder freigemacht. Zudem würde diese Maßnahme Straßen öffnen und behelfsmäßige Barrieren durch schwere Betonbarrieren ersetzen, die dann „bemalt werden können“, schrieb das Büro. Durch das Abkommen wird die Größe der „autonomen Zone“ etwas verkleinert.

Es hieß auch, dass das Gebiet in der Nähe des Cal Anderson Parks in der Pine Street zwischen der 10. und 11. Straße geschlossen bleiben wird. Es sei unklar, wann dieses von den Aktivisten besetzte Gebiet wieder geöffnet werde.

Die CHOP wurde Anfang dieses Monats gegründet. Daraufhin errichteten die linksextremen Demonstranten und Aktivisten – welche bewaffnet patrouillieren – behelfsmäßige Sperren auf den Straßen, um den Fahrzeugverkehr zu verhindern. Nachdem eine dortige Polizeistation aufgegeben und mit Brettern vernagelt wurde, erklärten die Aktivisten den Teil der Stadt zur „autonomen Zone“.

Die Aufgabe des an Wohnungen und Geschäfte angrenzenden Polizeigebäudes erfolgte nach Unruhen und Protesten nach dem Tod von George Floyd. Der Afroamerikaner verstarb im Zuge eines harten Polizeieinsatzes.

Demokratische Bürgermeisterin in der Kritik

Das Büro der Bürgermeisterin Jenny Durkan kündigte an: Die Polizei werde künftig entsandt, um Angelegenheiten zu regeln, die die Lebenssicherheit in dem Gebiet betreffen. Dazu zählte sie tätliche Angriffe, Brände in Gebäuden, bedeutende medizinische Notfälle (Herzinfarkt, Schlaganfall, Trauma) und andere Vorfälle, die die Lebenssicherheit einer Person bedrohen.

Durkan sah sich wegen der Handhabe mit CHOP landesweiter Kritik ausgesetzt. Auf Twitter schrieb die Bürgermeisterin am Montag (15.6): Die Beamten in Seattle würden es der Gemeinde weiter ermöglichen ihre Rechte aus dem 1. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten auszuüben. Die Polizei werde „entmilitarisiert“ und das Polizeikonzept neu überdacht. Es soll auch mehr investiert werden, „um sinnvolle Veränderungen für unsere schwarzen und braunen Gemeinden zu schaffen“.

Anfang dieses Monats erließ ein Bundesrichter laut „Associated Press“ eine einstweilige Verfügung, die der Polizei von Seattle den Einsatz von Tränengas, bestimmte Arten nicht tödlicher Geschosse und Pfefferspray im Umgang mit Demonstranten untersagt.

Kriminalität in der „autonomen Zone“ steigt – Zahl der Notrufe hat sich verdreifacht

Die Polizeichefin von Seattle, Carmen Best, sagte am Sonntag (14.6.) gegenüber CNN: Beamte hätten auf einige Notrufe aus der „autonomen Zone“ reagiert.

Wenn wir in diesem speziellen Gebiet einen wichtigen Notruf erhalten, gehen wir rein… aber wir müssen auch auf die heikle Situation Rücksicht nehmen, die wir dort haben.“

Am 11. Juni teilte Best den lokalen Nachrichtenagenturen mit: Die Notrufe hätten sich mehr als verdreifacht. Viele der Notrufe wie Vergewaltigungen, Raubüberfälle und alle Arten von Gewalttaten „haben in dem Gebiet stattgefunden, zu dem wir nicht gelangen“.

Einige lokale Geschäftsinhaber und Anwohner in der Gegend sagen, die Kriminalität habe stark zugenommen. Am Sonntagabend wurde in die Autowerkstatt Car Tender eingebrochen, was den Besitzer und ein Familienmitglied dazu veranlasste, einen Verdächtigen zu durchsuchen.

„CHOP-Besetzer eilten daraufhin herbei und drohten, den Ladenbesitzer zu töten“, sagte der Besitzer der Werkstatt der Epoch Times.

Das Original erschien zuerst in The Epoch Times USA (deutsche Bearbeitung von so)
Originalartikel: Seattle Reaches Deal With ‘CHOP’ to Remove Roadblocks, Replace With Concrete Barriers

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