Flüchtlinge in einem Auffanglager auf der griechischen Insel Chios.Foto: LOUISA GOULIAMAKI/AFP/Getty Images

Selbstmorddrohung von Flüchtlingen in Griechenland wegen EU-Türkei-Deal

Epoch Times7. April 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 21:27
Afghanen und Syrer in einem Flüchtlingslager auf Griechenland drohen mit Selbstmord, wenn sie durch den Flüchtlingsdeal mit der Türkei von der EU ausgeschlossen werden.
“Wenn sie uns abtransportieren, bringen wir uns um. Wir werden nicht zurückgehen”, so Souaob Nouri aus Kabul. Er ist einer der Insassen im Hoch-Sicherheits-Lager auf Chios, berichtet "The Guardian".
Einer, der neben ihm steht, warnt vor "schrecklichen Szenen", sollten die griechischen Behörden auf ihrer menschenunwürdigen Politik bestehen. Menschenrechtsgruppen seien deswegen bereits alarmiert.
“Wir sind keine Terroristen, sondern Flüchtlinge”, sagt ein anderer. “Die Bedingungen hier sind sehr schlecht.” Es gebe kein Wasser. Schwangere Frauen würden geschlagen. “Warum werden wir so behandelt. Wir benötigen nur Asyl.”
Die Abschiebungen sind umstritten. 13 der 66 Deportierten, die von Chios aus über die Ägäis von bewaffneten Mannschaften zurückbegleitet wurden, sollen griechisches Asyl beantragt haben. Das würde bereits reichen, so UN-Beamte, sie so lange in Griechenland zu behalten, bis ihre Anfrage überprüft wurde. 
Zwischen dem 20. März und dem 1. April hätten sie gesehen, wie schwierig es für die Behörden ist, Asyl-Anträge zu bearbeiten, so Katerina Kitidi von der UN Flüchtlingsagentur auf Chios. “Es herrschte keine Klarheit”.
Diese Unsicherheiten führten zu Spannungen auf der Insel. Es gab Szenen der Gewalt, als 800 Menschen, die aus der stark überfüllten Einrichtung ausbrachen, sich in Richtung Chios City aufmachten. 
“Wir haben am meisten deswegen Angst, weil das Leben der Menschen hier unterbrochen wurde”, so Vournous, ein Archiekt. So lange war man optimistisch und hilfsbereit, aber er befürchtet, dass sich das nun ändert. Man müsse sie [die Flüchtlinge] davon überzeugen den Hafen zu verlassen und verhindern, dass die Einwohner hier die Geduld verlieren.
“Es scheint, diese Menschen haben mehr Rechte als wir”, so der Besitzer eines Kaffees gegenüber dem Hafen. "Jeden Tag kostet es mich Stunden, den Müll wegzuräumen. Sie sollten sich die Toiletten ansehen – es ist scheußlich. Schuld daran ist der Staat. Bald werden wir das selbst in die Hand nehmen.” (dk)

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