Der Kongress in Washington.Foto: Win McNamee/Getty Images

Senatskomitee will mutmaßliche E-Mails Hunter Bidens veröffentlichen – wenn Authentizität feststeht

Von 25. Oktober 2020 Aktualisiert: 26. Oktober 2020 10:48
Der Vorsitzende des Senatskomitees für Heimatschutz, Ron Johnson, hat erklärt, er wolle die mutmaßlichen E-Mails Hunter Bidens rund um dessen China-Geschäfte veröffentlichen, wenn ein öffentliches Interesse bestehe. Allerdings wolle man erst die Authentizität prüfen.

In der „Laptop-Affäre“ rund um Hunter Biden, den Sohn des US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden, konnte das Senatskomitee für Heimatschutz und Regierungsangelegenheiten noch keinen entscheidenden Anhaltspunkt dafür finden, dass die E-Mails, die sich auf der Festplatte befinden, von jemand anderem stammen. Das Senatskomitee untersucht derzeit den Inhalt des Datenträgers, der über die Anwaltskanzlei des früheren New Yorker Bürgermeisters Rudy Giuliani an die „New York Post“ (NYP) gelangt war, nachdem ein Reparaturshop-Besitzer aus Delaware eine Kopie an einen Vertrauensmann ausgefolgt hatte.

Senat will weitere Informationen über Hunter Bidens Geschäfte haben

Gegenüber der Epoch Times erklärte der Vorsitzende des Ausschusses, Senator Ron Johnson, man könne die Authentizität des Materials bis dato nicht widerlegen. Vielmehr habe man neben dem Material aus der Reparaturwerkstätte, über das die NYP berichtet habe, mittlerweile noch weitere Informationsträger zur Verfügung gestellt bekommen, die Material enthalten, das Hinweise gebe auf mögliche lukrative Geschäfte der Biden-Familie in Übersee.

In einem Gespräch mit dem Epoch-Times-Format „American Thought Leaders“ präzisiert Johnson, dass es der frühere Geschäftspartner der Biden-Familie Tony Bobulinski gewesen sei, der dem Komitee Ende der Woche einen USB-Stick übergeben habe. „Wir haben Zugang zu Tony Bobulinskis Informationen und wir werten sie gerade aus“, erklärte Johnson.

Rätselraten um den „Big Guy“

Der Sender „Fox News“ hatte berichtet, dass Präsident Donald Trump Bobulinski als Gast zur letzten Präsidentschaftsdebatte am Donnerstagabend (22.10.) mitgebracht habe. Der pensionierte Navy-Leutnant ist auch der CEO der Sinohawk Holdings. Diese sei, so Bobulinski, „eine Partnerschaft zwischen den Chinesen, die über den CEFC-Chef Ye [Jianming] operierten, und der Biden-Familie“. Hunter Biden und sein Kontaktmann James Gilliar, mit dem er E-Mails ausgetauscht haben soll, sollen ihn in dieser Funktion eingesetzt haben.

Am Donnerstag veröffentlichte E-Mails und Textnachrichten hatten Spekulationen genährt, wonach auch Joe Biden selbst in die Business-Transaktionen seines Sohnes involviert gewesen sein könnte. Immerhin war in den E-Mails auch die Rede von einem „Big Guy“, der einen zehnprozentigen Anteil an einem gemeinsamen Fonds von Hunter Biden, dessen Geschäftspartnern und dem chinesischen Energiekonzern CEFC erhalten solle. Damit, so meinten Beobachter, hätte Joe Biden selbst gemeint sein können. Andere gehen davon aus, dass der Begriff das chinesische Regime bezeichne.

Bobulinski: Hunter Biden betrachtete Business als „persönliche Sparbüchse“

Beweise dafür, dass Joe Biden selbst in irgendeiner Weise Kenntnis von den Geschäften seines Sohnes hatte oder gar selbst daran beteiligt gewesen wäre, gibt es bis dato nicht. Bobulinski erklärte jedoch gegenüber „Fox News“, er glaube den Zusicherungen Joe Bidens nicht, dieser habe mit seinem Sohn nicht über dessen Businessangelegenheiten gesprochen. Vielmehr habe Hunter Biden regelmäßig erklärt, er habe seinen Vater „nach seiner Einschätzung oder seinem Rat bezüglich unterschiedlicher Deals gefragt“.

Die Biden-Familie habe „in aggressiver Weise ihren Namen in die Waagschale geworfen, um Millionen an Dollar von ausländischen Akteuren einzunehmen, obwohl einige davon aus dem kommunistisch kontrollierten China stammten“. Bobulinski geht auch davon aus, dass das chinesische Engagement in den Deals mit Hunter Biden „politisches oder Einfluss-Investment“ gewesen wäre und Hunter das Unternehmen als „seine persönliche Sparbüchse“ betrachtet hätte. Er habe diesem Geld entnommen, sobald vonseiten der Chinesen irgendeines gekommen sei. Das Wahlkampfteam Bidens hat sich gegenüber „Fox News“ auf Anfrage nicht geäußert.

Biden-Trio im Gespräch über Deal in China?

Die englischsprachige Ausgabe der Epoch Times berichtet, dass Hunter Biden und seinen Partner Bobulinski Anfang 2017 in den Deal mit der CEFC China Energy Company Limited eingeführt hätten. Auf einer Pressekonferenz erklärte Bobulinski, die Sinohawk LLC., als deren CEO er fungieren sollte, sei als Business-Einheit kreiert worden, um die Investment-Partnerschaft zwischen Hunter Biden und den Chinesen zu formalisieren.

Am 2. Mai 2017, einen Tag vor der Rede des früheren Vizepräsidenten vor der Milken Institute’s Global Conference, sollen Hunter und sein Cousin James Biden ihn persönlich mit Joe Biden bekannt gemacht haben und mit diesem über die Familiengeschichte und Pläne bezüglich der Partnerschaft mit dem chinesischen Chemiekonzern gesprochen haben.

Johnson: „Bisher nichts gefunden, was gegen Echtheit der E-Mails spräche“

Senator Ron Johnson schilderte gegenüber der Epoch Times, das Senatskomitee werde weiterhin seiner Aufgabe nachkommen, die Echtheit der E-Mails zu prüfen – und „bis dato haben wir nichts gefunden, was gegen diese spräche“. Man habe im Gegenteil bislang nur Anhaltspunkte ausfindig gemacht, die für eine Echtheit sprächen. Auch das Biden-Wahlkampfteam hat die Echtheit der Dokumente nicht in Abrede gestellt. Dort heißt es jedoch, die Enthüllungen der NYP seien Ausdruck einer „russischen Desinformationskampagne“. Eine Einschätzung, für die Geheimdienstchef John Ratcliffe wiederum keine belastbaren Indizien sieht.

Johnson kündigte auch an, das Komitee werde Anfang nächster Woche Bobulinski in dieser Sache anhören. Dieser solle zuvor jedoch noch die Gelegenheit haben, mit dem FBI zu reden.

Das Komitee sei bereit, den Inhalt der Mails öffentlich zu machen, erklärte Johnson weiter, allerdings erst dann, wenn man sich sicher sei, aus welcher Quelle und von wem die Informationen tatsächlich stammten. Johnson zu ET: „Bobulinski ist sehr offensiv damit an die Öffentlichkeit getreten. Wenn wir Dinge entdecken, von denen wir denken, dass die Öffentlichkeit davon erfahren sollte, werden wir sie wahrscheinlich einfach veröffentlichen, aber nicht, bevor wir uns vergewissern konnten, dass das, was wir veröffentlichen, verifiziert und authentifiziert ist.“

NYP-Account bei Twitter weiterhin gesperrt

Johnson erklärte, das Senatskomitee habe zudem Informationen von einem Gmail-Account von Bevan Cooney erhalten, der ebenfalls ein früherer Businesspartner Hunter Bidens ist. Cooney, der derzeit infolge der Verurteilung wegen Betrugs in einem anderen Zusammenhang eine Haftstrafe verbüßt, erklärte jüngst, er habe dem Investigativreporter Peter Schweitzer Zugang zu 26.000 E-Mails eingeräumt, die belegen sollen, wie er 2011 ein Treffen zwischen Spitzenbeamten des Weißen Hauses und einer Gruppe chinesischer Industrieller einzufädeln geholfen habe.

Das Wahlkampfteam Bidens äußerte sich auch zu diesen Angaben nicht. Joe Biden betonte allerdings auch in der Debatte am Donnerstag, er habe „in seinem gesamten Leben nicht einen Penny von irgendeiner ausländischen Quelle angenommen“.

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Johnson hingegen sieht weiteren Ermittlungsbedarf. Seiner Einschätzung nach habe man es nicht nur mit einem Skandal der Biden-Familie insgesamt rund um internationale Business-Verwicklungen zu tun, sondern auch mit einem Skandal hinsichtlich der Unterdrückung von Informationen durch traditionelle und soziale Medien.

Der in der Vorwoche gesperrte Twitter-Account der NYP ist bis dato immer noch nicht wieder freigegeben. Auch jener der Pressesprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, wurde für kurze Zeit gesperrt, nachdem sie den Artikel der NYP über Hunter Bidens angebliche E-Mails gepostet hatte. Twitter soll der NYP gedroht haben, den Account nicht wieder freizugeben, ehe sechs Einträge nicht entfernt würden, die Links zu Story über die Laptop-Affäre rund um Hunter Biden aufwiesen.

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