Sie kommen: IS-Gang terrorisiert Flüchtlingscamp Moria – Drogen, Gewalt, Vergewaltigung und „Allahu Akbar“

Von 3. Oktober 2018 Aktualisiert: 3. Oktober 2018 13:49
Sie leben als sogenannte Flüchtlinge aus Syrien im Lager Moria auf Lesbos, Griechenland. Doch sie leben die Ideologie und die Gewalt des IS auch hier weiter, gut organisiert. "Sie haben überall Spione", sagt ein Syrer. Doch Moria ist nur eine Etappe ihrer "Flucht". Wohin werden sie anschließend gehen? Griechenland überlegt, das Lager zu schließen ...

„Ich habe Syrien wegen dem IS verlassen. Als ich aber hier in Griechenland ankam, merkte ich, hier gelten die gleichen IS-Gesetze“, sagt ein arabischer Camp-Bewohner von Moria auf der Insel Lesbos, den die Fanatiker töten wollten, weil sie ihn für einen Kurden hielten. Freunde klärten den Irrtum im letzten Moment auf. Reporter der „Deutschen Welle“ recherchierten in Moria, teils mit versteckter Kamera, denn in das Camp selbst dürfen sie nicht hinein.

Er sei vor dem Tod geflohen. Doch hier müsse er wieder Todesängste ausstehen.

IS-Gang: Organisierte Kriminalität

Drogen, Gewalt, Vergewaltigungen aller Art – überall gibt es Spitzel, heißt es. Die Bande soll etwa 50 Mitglieder haben und das mit 8.000 statt 2.500 Menschen überbelegte Camp terrorisieren und kontrollieren.

Doch was tun die griechischen Behörden? Das Migrationsministerium will nicht darüber sprechen, die Polizei schweigt ebenso.

Geflohen aus Syrien, geflohen aus Moria

Hunderte Kurden flohen vor der Gewalt aus dem Lager in ein kleines Camp, welches speziell für Familien eingerichtet wurde. Die IS-Syrer hätten sie immer wieder gefragt, warum sie im Ramadan nicht fasten und Musik hören, warum die Frauen keinen Hijab tragen. Sie schrien „Allahu Akbar“ und schlugen zu: Kinder, schwangere Frauen, alle, nicht nur Männer, erzählte eine ehemalige kurdische Kontaktperson für Neuankömmlinge.

Die Gruppe sollte kontrolliert und verhaftet werden, sonst entsteht der Eindruck, dass alle Flüchtlinge etwas mit dem IS zu tun hätten. Und das ist nicht wahr“

(griechische Helferin im Camp)

Dies alles habe mit dem Krieg in Syrien zu tun, nicht nur mit der Religion. Sie hätten dort gegeneinander gekämpft und würden nun als Flüchtlinge nebeneinander leben, erklärt die Helferin.

Sie kommen …

Eines der angegriffenen Opfer lebt inzwischen in Athen. Doch er hat bereits gehört, dass einige der Angreifer bald in die griechische Hauptstadt kommen würden. Die Reporter erfuhren in Gesprächen mehrfach, dass bereits mehrere Anführer der Gang nach Athen gekommen seien.

Die griechischen Behörden überlegen offenbar, das Lager zu schließen. Doch wohin werden dann all die Flüchtlinge gebracht, wohin kommen die Mitglieder der IS-Gang? Werden sie bald die Gewalt an weitere Orte in Europa bringen?

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Ein Krieg zieht nach Europa um

In anderen Reportagen wird gesagt, dass das Camp von der griechischen Regierung kontrolliert werde. Das Kamerateam der BBC darf in Begleitung eines Regierungsvertreters in das eigentliche Lager Moria hinein. Der Fokus wird hier auf die Lebensbedingungen gelegt, Kinder, die zur Schule gehen möchten, verzweifelte Menschen.

Auch hier wird über Kämpfe berichtet, zwischen den verschiedenen Nationalitäten und Religionen: Araber, Kurden, Afghanen, Shia-Muslime, Sunni-Muslime. Die gleichen Bilder der Kämpfe von Arabern gegen Kurden, die gleiche Info über Hunderte aus Moria geflohene Kurden und eine Fortsetzung der Konflikte aus Syrien, nun in Moria.  „Es ist wie der Krieg in Syrien und noch hässlicher“, sagt ein syrischer Familienvater. Es ist hierher gekommen.



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