SPD zeigt sich optimistisch – Baerbock will „Koalition auf Augenhöhe“

Epoch Times7. Oktober 2021 Aktualisiert: 7. Oktober 2021 15:02

SPD, Grüne und FDP sind am Donnerstag zu ihrem ersten Dreier-Gespräch über die Bildung einer Ampel-Koalition zusammengekommenen. Bei dem auf sechs Stunden angesetzten Treffen sollen die Möglichkeiten zur Bildung einer gemeinsamen Ampel-Koalition unter Führung von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz ausgelotet werden. Bislang hatte es Zweier-Gespräche in unterschiedlicher Konstellation gegeben, auch unter Einbeziehung der Union.

Den Einstieg in die Ampel-Sondierungen hatten am Mittwoch zunächst die Grünen vorgeschlagen, die FDP schloss sich dem kurz darauf an. Die SPD, die bei der Bundestagswahl stärkste Kraft geworden war, drängt seither bereits auf ein solches Bündnis. Rechnerisch möglich wäre daneben auch eine Jamaika-Koalition aus CDU/CSU, Grünen und FDP.

Die SPD zeigte sich optimistisch über die Erfolgsaussichten der Gespräche. „Ich denke gar nicht darüber nach, dass sie nicht klappen könnten“, sagte Generalsekretär Lars Klingbeil im ZDF-„Morgenmagazin“ am Donnerstag.

Grünen-Chef Robert Habeck nannte den Klimaschutz als „rote Linie“ für seine Partei. „Wenn diese Regierung es nicht schafft, Deutschland auf den Klimaschutzpfad von Paris zu bringen, dann hat sie ihre geschichtliche Aufgabe verfehlt und deswegen können wir dann auch nicht mitmachen dabei“.

Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat vor dem ersten Dreier-Gespräch über eine mögliche Ampel-Koalition auf eine gleichberechtigte Rolle aller drei Parteien gedrängt. „Eine Koalition muss auf Augenhöhe agieren“, sagte sie am Donnerstag im Deutschlandfunk. „Ansonsten kann man den Herausforderungen unserer Zeit nicht gerecht werden, und ich gehe davon aus, dass dies das Verständnis von allen drei Parteien am Tisch ist.“

Die FDP warf der Union vor,  die Chance auf eine unionsgeführte Jamaika-Koalition vertan zu haben. In der FDP gebe es „weiter eine inhaltliche Nähe zur Union“, sagte FDP-Generalsekretär Volker Wissing am Donnerstag im „Morgenmagazin“. „Deswegen fanden wir es nicht sehr klug, dass Herr Söder jetzt Möglichkeiten vom Tisch genommen hat.“ (afp/dts/dl)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion