US-Wahl (Symbolbild).Foto: Matt McClain/Getty Images

Startschuss für US-Präsidentschaftswahl – Erster Bundesstaat verschickt Wahlzettel

Epoch Times4. September 2020 Aktualisiert: 4. September 2020 18:19
Es ist gewissermaßen der Startschuss für die US-Präsidentschaftswahl: Als erster Bundesstaat hat North Carolina zwei Monate vor dem eigentlichen Wahltermin mit dem Verschicken von Briefwahlzetteln begonnen.

Von Freitag an werden in dem Bundesstaat im Osten der USA mehr als 600.000 Stimmzettel an die Wähler verschickt. Wegen der Corona-Pandemie wird in diesem Jahr ein massiver Anstieg der Briefwahlstimmen erwartet: Aus Sorge vor Ansteckungen dürften viele Bürger am 3. November die Wahllokale meiden.

Bei der letzten Präsidentschaftswahl 2016 hatten rund 33 Millionen US-Bürger per Post abgestimmt, das war knapp jede vierte abgegebene Stimme. Schätzungen zufolge könnten es in diesem Jahr doppelt so viele werden.

Dabei zeigen Umfragen ein deutliches Gefälle anhand der Parteipräferenz: Bei den Anhängern des Präsidentschaftskandidaten Joe Biden von den oppositionellen Demokraten wollen viel mehr Wähler per Post abstimmen als bei den Anhängern von Amtsinhaber Donald Trump.

Der Präsident übt seit Monaten scharfe Kritik an Briefwahlen und bezeichnet sie als besonders betrugsanfällig. Facebook hob hingegen hervor, dass die Briefwahl in den USA von unabhängigen Experten als „verlässlich“ angesehen werde. Twitter bezeichnete Trumps Appell als Verstoß gegen die Nutzerregeln zur „staatsbürgerlichen Integrität“.

Demokraten und Republikaner hatten in den vergangenen Wochen ihre Nominierungsparteitage abgehalten, inzwischen sind die Kandidaten voll im Wahlkampfmodus. Landesweite Umfragen sehen Biden derzeit deutlich vor Trump. Allerdings ist das Rennen in entscheidenden Schlüsselstaaten, den sogenannten Swing States, deutlich enger.

In den USA wird der Präsident indirekt durch ein Wahlkollegium gewählt, das sogenannte Electoral College. Entscheidend ist deswegen nicht, wie viele Stimmen ein Kandidat landesweit erhält, sondern wie viele Bundesstaaten mit wie vielen Wahlleuten er gewinnen kann. (afp/sua)



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