Organraubnachstellung während einer Falun Gong-InformationsveranstaltungFoto: ANTONY DICKSON/Getty Images

„Substanzielle Beweise“: Wirtschaftsmagazin Forbes thematisiert Organraub an Falun Dafa-Praktizierenden in China

Epoch Times1. Dezember 2018 Aktualisiert: 19. Juni 2019 15:13
Der Organraub in China rückt immer mehr ins Interesse der Öffentlichkeit. Was unrealistisch klingen möge, werde jedoch mit zahlreichen Beweisen untermauert, heißt es im renommierten Wirtschaftsmagazin Forbes.

„Organraub in China und die vielen Fragen, die auf eine Antwort warten“, lautet der Titel eines Berichtes im renommierten englischsprachige Magazin Forbes.

Der Artikel wurde von Ewelian U. Ochab verfasst und Mitte Oktober veröffentlicht. Forbes mit Hauptsitz in New York City, ist eines der erfolgreichsten Wirtschaftsmagazine weltweit.

Ochab schreibt:

Umfangreiche Beweise stützen die Behauptungen, wonach Chinas kommunistisches Regime Gefangene aus Gewissensgründen – insbesondere Falun Dafa-Praktizierende – töten lässt und so seine Spender-Organindustrie versorgt“.

Ochab betont weiter, dass Organtransplantation ein streng reglementiertes medizinisches Verfahren sei. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) formuliert internationale Standards zu Organtransplantationen. Dazu veröffentlichte die Behörde einen Text mit den Titel: „Guiding Principles on Human Cell, Tissue and Organ Transplantation“ (PDF)

Ochab erklärt:

So fordert beispielsweise Richtlinie 1 die Zustimmung des Spenders zur Organentnahme zum Zwecke der Transplantation. Richtlinie 10 verlangt die Rückverfolgbarkeit von Organtransplantationen. Richtlinie 11 fordert, dass die Spendentätigkeiten transparent und kontrollierbar sind. Im Gegensatz dazu ist es Organraub, Individuen (ob tot oder lebendig) ohne deren Zustimmung Organe zu entnehmen.“

Organraub in China: Untersuchungen und Anhörungen im US-Kongress und EU-Parlament

Der Bericht im Forbes-Magazin erschien kurz nach einer Veranstaltung im britischen Parlament zum Thema Organraub in China am 16. Oktober. Es war bereits die dritte Veranstaltung dieser Art im britischen Parlament.

Auf der Tagesordnung stand die Behauptung zur Diskussion, dass das chinesische Regime Gefangene aus Gewissensgründen töten lasse – insbesondere Menschen von religiösen Minderheiten, darunter Falun Dafa-Praktizierende, tibetische Buddhisten, uigurische Muslime und nicht registrierte Christen der Hauskirchen – und mit ihnen seine Spenderorganindustrie versorge.

Falun Dafa, auch als Falun Gong bekannt, ist eine traditionelle Qi-Gong Praktik. Neben fünf Körperübungen basiert die Kultivierungsmethode für Körper und Geist auf den buddhistischen Prinzipien „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht“.

Ochab erklärt, dass die Behauptungen über den Organraub zwar unrealistisch klingen mögen, doch sei das Thema bereits Gegenstand von Untersuchungen und Anhörungen im US-Kongress und im Europäischen Parlament gewesen.

Sie erwähnt auch, dass sowohl das US-Repräsentantenhaus als auch das EU-Parlament Resolutionen verabschiedeten, mit denen sie den „systematischen, staatlich geförderten Organraub von Gefangenen aus Gewissensgründen ohne deren Zustimmung“ verurteilen.

Ochab schreibt:

Die Behauptungen über den Organraub in China werden durch substanzielle Beweise gestützt, so auch durch den Bericht aus dem Jahr 2016: Bloody Harvest/The Slaughter: An Update, veröffentlicht von David Kilgour, David Matas und Ethan Gutmann. Die Untersuchungsergebnisse der drei Autoren wurden am 23. Juni 2016 während der Anhörungen des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten im Repräsentantenhaus im britischen Parlament und bei mehreren anderen Anhörungen vorgestellt.“

Und weiter:

„Die Untersuchung von Kilgour, Matas und Gutmann gibt Aufschluss über zwei wichtige Fragen der Organentnahme in China:

Erstens ist der Umfang der Organentnahmen in China größer als in den offiziellen Statistiken angegeben, die sich (mit hoher Wahrscheinlichkeit) nur auf Organtransplantationen beziehen. Der Bericht stellt fest, dass die offiziellen Statistiken der chinesischen Regierung vermuten lassen, dass etwa 10.000 Organtransplantationen pro Jahr stattfinden. Die Zahl der tatsächlich durchgeführten Organtransplantationen liegt jedoch zwischen 60.000 und 100.000 pro Jahr.

Zweitens wird in dem Bericht die Vermutung geäußert, dass Gefangene aus Gewissensgründen zu speziellen Zielgruppen für den Organraub werden. In einer mündlichen Beweisanhörung des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten im Repräsentantenhaus erklärte Gutmann, dass der Organraub als Methode der Verfolgung von Falun Dafa-Praktizierenden und zur Aufrechterhaltung des Angebots für die Nachfrage nach menschlichen Organen eingesetzt wird.“

Im Artikel des Forbes-Magazins wird auch erwähnt, dass unabhängige Untersuchungen der Organentnahmen in China der erste und wichtigste Schritt seien und die Grundlage für die strafrechtliche Verfolgung der am Organraub Beteiligten bilden könnten.

(so mit Textteilen von Minghui)


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