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Taifune in Südostasien

Neuer Supertaifun: Fast eine Million Menschen auf den Philippinen evakuiert

Bergungsarbeiten nach dem Taifun „Kalmaegi“ sind noch nicht beendet, da kommt schon der nächste Sturm. Behörden der Philippinen evakuierten 917.000 Menschen vor Supertaifun „Fung-wong“. Der Sturm soll heute Abend auf Land treffen, insbesondere in den östlichen, zentralen und nördlichen Provinzen.

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Auf der Flucht vor Supertaifun „Fung-Wong“ haben fast eine Million Bewohner der Philippinen ihre Häuser verlassen müssen.

Foto: Uncredited/PHILIPPINE COAST GUARD/AP/dpa

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Lesedauer: 3 Min.

Fast eine Million Menschen sind in den Philippinen vor dem heranrückenden Supertaifun „Fung-wong“ in Sicherheit gebracht worden. Landesweit seien 916.863 Menschen evakuiert worden, erklärte der stellvertretende Leiter des philippinischen Zivilschutzes, Rafaelito Alejandro.
„Fung-wong“ soll am Abend des 9. November in den Philippinen auf Land treffen, nachdem vor wenigen Tagen bereits der Taifun „Kalmaegi“ mehr als 200 Menschen getötet hatte.
Laut Regierungsangaben könnten insgesamt 8,4 Millionen Menschen von „Fung-Wong“ betroffen sein, darunter 5,7 Millionen in Küstengemeinden.

Schulen und Behörden schließen, 300 Flüge in Manila abgesagt

Landesweit wurden Vorkehrungen getroffen. Auf der philippinischen Hauptinsel Luzon schließen am Montag Schulen und Regierungsgebäuden. In der Hauptstadt Manila wurden bislang fast 300 Flüge abgesagt. In einigen östlichen Provinzen ist die Stromversorgung unterbrochen.
Der Inselstaat ist gewarnt: Erst vor wenigen Tagen riss der verheerende Taifun «Kalmaegi» dort Hunderte Menschen in den Tod und hinterließ eine Schneise der Zerstörung.

Der Inselstaat ist gewarnt: Erst vor wenigen Tagen riss der verheerende Taifun «Kalmaegi» dort Hunderte Menschen in den Tod und hinterließ eine Schneise der Zerstörung.

Foto: Uncredited/PHILIPPINE COAST GUARD/AP/dpa

„Fung-wong“ hat einen großen Radius, der fast das gesamte Land treffen dürfte. Der Supertaifun steuerte um 11:00 (Ortszeit, 4:00 Uhr MESZ) mit Windgeschwindigkeiten zwischen 185 und 230 Stundenkilometern auf die Philippinen zu, wie der staatliche Wetterdienst mitteilte. Die kleine Insel Catanduanes könnte demnach von dem Sturm direkt getroffen werden.
Auf Catanduanes waren die Vorboten von „Fung-wong“ am Sonntagmorgen bereits spürbar. Starke Winde und heftige Regenfälle überzogen die Insel, an der Küste fluteten hohe Wellen die Straßen. In einigen Gebieten kam es zu Überschwemmungen. Manche Böen erreichten Geschwindigkeiten von 230 Kilometern pro Stunde.
„Das Auge des Sturmes ist dort am nächsten“, sagte Vize-Zivilschutzleiter Alejandro über die Insel. Auch in der südlichen Region Bicol auf Luzon gab es Berichte über Hochwasser.
Die Zerstörungen auf den Philippinen sind gewaltig,

Die Zerstörungen auf den Philippinen sind gewaltig,

Foto: Philippine Red Cross/XinHua/dpa

Bergungsarbeiten nach vorherigem Taifun noch nicht beendet

Am Donnerstag hatte der Taifun „Kalmaegi“ das südostasiatischen Archipel erreicht und dort zu mindestens 224 Todesopfern geführt – 109 Menschen wurden offiziellen Angaben zufolge noch vermisst.
Damit ist „Kalmaegi“ laut der internationalen Katastrophendatenbank EM-DAT in diesem Jahr der bislang weltweit verheerendste Taifun.
Der Taifun hat zahlreiche Autos aufeinander geschleudert.

Der Taifun hat zahlreiche Autos aufeinander geschleudert.

Foto: Jacqueline Hernandez/AP/dpa

Am 8. November stellten die Rettungskräfte auf der besonders betroffenen Insel Cebu die Bergungsarbeiten ein, um sich „Fung-wong“ vorzubereiten. „Wir können unsere Helfer nicht gefährden. Wir wollen nicht, dass sie die nächsten Opfer werden“, sagte  eine Vertreterin der Rettungsdienste im Zentrum des Landes, Myrra Daven, afp.
Auf den Philippinen sind Starkregen und Unwetter in der Regenzeit zwischen Juni und November üblich. (afp/dpa/ks)

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