Trotz aller Nachteile: Will Spahn chinesische Verhältnisse? Impfskandale und Tragödien in China

Von 9. Februar 2021 Aktualisiert: 4. März 2021 18:33
In dem heutigen Bericht von „zentralPlus“ geht es um die Versorgungsengpässe bei den Corona-Impfstoffen in Deutschland. Gesundheitsminister Jens Spahn erwägt, zu ungewöhnlichen Maßnahmen zu greifen und chinesische Impfstoffe nach Deutschland zu importieren. Doch Impfstoffskandale stehen in China auf der Tagesordnung und die dortigen Corona-Impfstoffe sind offenbar alles andere als sicher.

Dieser Artikel ist der Text zum Video: „Trotz aller Nachteile: Will Spahn chinesische Verhältnisse?“ vom YouTube-Kanal „ZentralPlus“.

Die Corona-Pandemie startete Ende 2019 durch Chinas Zensur- und Vertuschungspolitik und hat seitdem die Welt innerhalb nur eines Jahres in eine andere verwandelt.

Unter Führung der von China dominierten Weltgesundheitsorganisation (WHO) versuchen die Regierungen dieser Welt, mit Massenimpfungen die durch den Virus ausgelösten Gesundheitsrisiken in den Griff zu bekommen – und die wirtschaftlichen und sozialen Folgen, die durch die Maßnahmen im Kampf gegen SARS-CoV-2 entstanden sind, wieder umzukehren.

Die Impfungen sollen einen Weg zurück in eine Normalität bahnen, wie die Menschen sie vor dem Ausbruch des Coronavirus kannten. Doch schon jetzt gibt es Versorgungsengpässe für die in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffe. Aus diesem Grund erwägt die Bundesregierung, zu ungewöhnlichen Maßnahmen zu greifen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erklärte angesichts der Lieferengpässe, dass er „keine grundsätzlichen Hindernisse“ sehe, im Notfall auch auf russische oder chinesische Corona-Impfstoffe zurückzugreifen, heißt es in der Druckausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ vom 31. Januar.

Wenn ein Impfstoff sicher sei, so Spahn, könne er „bei der Bewältigung der Pandemie natürlich helfen“, unabhängig davon, in welchem Land er hergestellt worden sei.

Russland hat der EU zugesagt, sie im zweiten Quartal bei Bedarf mit 100 Millionen Dosen ihres Impfstoffs „Sputnik V“ versorgen zu können – und damit die Impfung von 50 Millionen Menschen zu ermöglichen. Ein Antrag auf Zulassung sei bereits bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA anhängig.

Bezüglich des chinesischen Impfstoffs ist Spahn bis dato noch nicht konkret geworden.

Manuela Schwesig, die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, betonte diesbezüglich, wie wichtig es sei, beim Impfen das Tempo anzuziehen, nicht zuletzt in Anbetracht der bereits entstandenen Mutationen. Schwesig sagte: Wir können das öffentliche Leben nicht auf Dauer herunterfahren. Schon jetzt haben wir mit massiven wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen.“

Der russische Impfstoff Sputnik V hat in bisherigen Tests und Anwendungen russischen Angaben zufolge eine Wirksamkeit von 92 Prozent gezeigt und wäre damit in der Größenordnung der bislang in Deutschland zugelassenen Präparate von BioNTech/Pfizer und Moderna anzusiedeln.

Impfstoffe aus China

Dagegen sind die Erfahrungen mit den chinesischen Präparaten von Sinopharm, Sinovac Biotech und CanSino uneinheitlich. Auch wurden zahlreiche Nebenwirkungen in Zusammenhang mit den chinesischen Impfstoffen gemeldet. Außer in China selbst werden chinesische Präparate bislang in Indonesien, Bangladesch, der Türkei oder in einzelnen Teilen Brasiliens verwendet. Die Wirksamkeit ist bis dato zum Teil deutlich unterhalb der in Europa und Nordamerika verwendeten Impfstoffe angesiedelt.

Die Impfstoffe aus China würden immerhin Werte, wie sie etwa bei Grippe-Impfstoffen üblich sind, erreichen und überschreiten. Grippeimpfungen verfügen über eine Wirksamkeit von lediglich 30 bis 60 Prozent.

Aktuell mehren sich die Hinweise darauf, dass eine Offensive der Kommunistischen Partei Chinas in Richtung einer Impfstoff-Diplomatie zu ähnlichen, unerwünschten Nebeneffekten führen könnte, wie dies bereits im Vorjahr mit Blick auf die berüchtigte Maskendiplomatie” in Europa der Fall war.

Damals inszenierte sich das Regime vor allem in den am stärksten von der Seuche heimgesuchten Ländern wie Italien oder Spanien als vermeintlicher Retter in der Not, schickte Ärzteteams, Beatmungsgeräte und Masken. Die Masken waren zum Teil identisch mit jenen, die sich Peking zuvor selbst von europäischen Ländern schenken ließ.

In anderen Fällen waren sie von so miserabler Qualität, dass der Verdacht aufkam, es könnte sich um Ausschuss- oder gefälschte Ware handeln. In Ländern wie Bangladesch, Sri Lanka, Indien, Oman und Saudi-Arabien sind ganze Serien chinesischer Masken aus dem Verkehr gezogen worden.

Keine Sicherheit bei Präparaten

In Chinas KP-Diktatur mit ihrem von Korruption und Vetternwirtschaft gezeichneten Gesundheitswesen sind problematische Impfstoffe eher die Regel als die Ausnahme. Ähnliche Erfahrungen mit chinesischen Impfstoffen könnten nun auch Europa drohen.

Selbst Quellen des KP-Regimes haben jüngst von Fällen gefälschter Präparate berichtet, die in mehreren Städten wie Peking und den Provinzen Jiangsu und Shandong in Umlauf gekommen seien. Mindestens 80 Personen sollen in die illegalen Aktivitäten verstrickt gewesen sein, bei einer Razzia waren mindestens 3.000 Präparate sichergestellt worden.

Es soll sich dabei unter anderem um Fertigspritzen mit abgewandelten Formen von Kochsalzlösung gehandelt haben.

Bedenken um die Sicherheit des Präparats, fehlende Wirksamkeit und Angst vor gesundheitsschädlichen Fälschungen hat in China die Impfskepsis verstärkt. Das kommunistische Regime reagierte mit einer Impfpflicht.

Doch viele Impfstoffe aus China sind noch nicht einmal über die zweite oder dritte klinische Testphase hinausgekommen, geschweige denn zugelassen. Zum Beispiel heißt das Zulassungsdatum auf diesem schon in Verwendung befindlichem Präparat der Firma Sinovac: „Wird noch angekündigt“.

Insgesamt sollten bis zum 15. Januar 50 Millionen Impfungen stattfinden, so war die Zielsetzung von Peking, und Mitte Februar sollten die Nachimpfung folgen. Doch offenbar gibt es zivilen Ungehorsam. In Zhenjiang sollen lokale Behörden den Impfstoff nicht erhalten haben, nachdem zahlreiche Bürger und auch medizinisches Personal bezüglich der Sicherheit des Impfstoffs Bedenken angemeldet hatten.

Im Shanghaier Bezirkskrankenhaus für traditionelle chinesische Medizin in Yangpu sollen mehr als 90 Prozent der Angehörigen des medizinischen Personals die Teilnahme an der Impfung verweigert haben. Ein ähnliches Bild bot sich an dem mit der Universitätsklinik Fudan in Shanghai verbundenen Huashan-Krankenhaus in der Abteilung für Infektionskrankheiten.

Vorbild voraus

In den sozialen Medien wurde die Parole laut: „Lasst die Führer vorangehen!“ Dieser Spruch geht auf einen Theaterbrand in der Provinz Xinjiang im Jahr 1994 zurück, bei dem 322 Menschen starben, allerdings blieben alle anwesenden Politfunktionäre vom Feuer verschont.

Jetzt wird mit diesem Spruch die politische Führung aufgefordert, sich zuerst impfen zu lassen.

Auch in Deutschland wünscht sich einer INSA-Umfrage zufolge eine Mehrheit der Bürger, dass die verantwortlichen Politiker als Vorbild vorangehen sollen. Jedoch haben sich hierzulande bislang nur wenige Politiker impfen lassen.

In China hat kein Politfunktionär an Tests oder bereits offiziell durchgeführten Impfungen teilgenommen. Auch haben die Herstellerfirmen noch keine offiziellen Daten zu den Ergebnissen der klinischen Tests veröffentlicht. Dennoch wurden die ersten Impfstoffpräparate bereits im Juli 2020, noch bevor die letzte Testphase abgeschlossen war, von chinesischen Behörden freigegeben.

Am 31. Dezember des Vorjahres hieß es in einer Pressekonferenz des chinesischen Staatsrats, der Impfstoff von Sinopharm, dessen Tests zuvor gestoppt worden waren, habe eine „bedingte Zulassung“ durch die zuständige Behörde erhalten. Das Präparat sei zu 79,3 Prozent wirksam.

Die von Sinovac für Brasilien zur Verfügung gestellten CoronaVac-Impfstoffe kamen jedoch nur auf 50,4 Prozent. Sie nahmen damit nur um Haaresbreite die Hürde zur Zulassung.

„Unsicherster Impfstoff der Welt“

Impfstoffexperte Tao Lina nannte den Impfstoff von Sinopharm am 5. Januar auf Weibo den „unsichersten Impfstoff der Welt“ und listete 73 bereits festgestellte Nebenwirkungen auf. Der Post wurde später von Zensoren gelöscht, Tao musste wenig später öffentlich Abbitte tun. In Taiwan lehnte man die Belieferung mit dem Impfstoff ab.

Über Nebenwirkungen oder Fehlversuche informieren chinesische Regime-Medien nicht. Allerdings berichtete unter anderem „Radio Free Asia“ über 16 chinesische Arbeiter in Angola und etwa 300 in Serbien, die positiv auf COVID-19 getestet worden seien, obwohl sie zuvor eine Impfung mit einem chinesischen Impfstoff erhalten hatten.

Unvergessen sind in Chinas Bevölkerung auch die Erfahrungen mehrerer Impfskandale zwischen 2007 und 2018. Der Shanxi-Skandal und ein Hepatitis-C-Impfskandal im Jahr 2013 hatten unter anderem Gesundheitsschäden und sogar Todesfälle bei Kindern zur Folge.

Beamte schätzen, dass bis zu einer Million Kinder in Shanxi zwischen 2006 und 2007 verunreinigte Impfstoffe verabreicht bekamen, was dazu führte, dass viele von ihnen starben oder schwere Behinderungen entwickelten, aber zehn Jahre später ist die Angelegenheit immer noch nicht aufgeklärt und niemand wurde für seine Rolle in diesem Skandal vor Gericht gestellt.

Auch in Shandong im Jahr 2016 und durch ein Präparat des Pharmaunternehmens Changsheng Bio-Technology war es zu schwerwiegenden Impfschäden gekommen.

Im Oktober 2018 wurde das Unternehmen zu einer Geldstrafe von umgerechnet 1,32 Milliarden US-Dollar verurteilt, weil es Daten für einen Tollwutimpfstoff gefälscht und einen unwirksamen Impfstoff für Babys hergestellt hatte.

In Chinas KP-Diktatur mit ihrem von Korruption und Vetternwirtschaft gezeichneten Gesundheitswesen sind problematische Impfstoffe eher die Regel als die Ausnahme.

Extreme Maßnahmen

Nachdem das kommunistische Regime in China der Welt demonstriert hatte, wie es gegen die Pandemie vorgeht, nämlich mit harten Lockdowns, Abriegelung ganzer Städte, Einsperren der Menschen in ihren Häusern und vielfältiger Kontroll- und Überwachungssysteme, stieß es damit auf wenig öffentliche Kritik.

Im Gegenteil, dieses Vorgehen hat die Führer westlicher Demokratien offenbar so inspiriert, dass sie es zum Teil einfach übernahmen – wenn auch bisher in abgemilderter Form.

Auch die deutschen Medien scheinen das Vorgehen des KP-Regimes zu bewundern und zu loben. In der „Tagesschau“ hieß es beispielsweise, das Regime habe mit seinen „Kontroll- und Durchgriffsmöglichkeiten, die in westlichen Demokratien undenkbar wären“, eine zweite Welle verhindert.

Und dass Corona-Apps mit Bewegungsprofilen der Menschen dort schon zum Alltag gehörten, ebenso wie die „hilfreichen“ Nachbarschaftskomitees, die seit Jahrzehnten ein „Teil der engmaschigen sozialen Kontrolle“ durch die Kommunistische Partei sind. Dabei wird völlig übersehen oder ignoriert, wie grausam und unbarmherzig die dortigen Maßnahmen oftmals sind.

Eingeschweißt in Tonghua

Das zeigt die Lage in der chinesischen Stadt Tonghua. Videos vom Vorgehen der KP-Beamten sind an die Öffentlichkeit gedrungen und lassen erahnen, welche Tragödien sich in der 400.000 Einwohner-Stadt im Nordosten Chinas abspielen.

Seit Mitte Januar wurde ein Teil der Stadt als Hochrisikogebiet eingestuft. Das hatte zur Folge, dass alle Bürger der Stadt ihre Wohnungen nicht mehr verlassen durften.

Damit sich das Virus nicht verbreitet, wurden die Menschen also kompromisslos eingesperrt. Die Absperrmaßnahmen sind so extrem, dass sogar die Türen der Wohnhäuser versiegelt oder zugeschweißt wurden, wie es in diesem Video hier zu sehen ist. Die Beamten sagen: „Achtung an alle Einwohner! Bleibt zu Hause. Die Tür wird zugeschweißt. Achtung! Verlasst die Wohnungen nicht. Die Tür ist zugeschweißt.“

Die Einwohner von Tonghua sitzen zu Hause fest, wobei die Nahrung immer knapper wird. Manche Menschen helfen nun sich gegenseitig, wie dieses Video zeigt. Die Bewohner dieses Hauses helfen ihrem Nachbarn im höheren Stockwerk, indem sie ihm einen Beutel mit Lebensmitteln reichen, den er an einem Seil nach oben ziehen.

Die Menschen können Lebensmittel im Wesentlichen nur noch online oder bei der Verwaltung bestellen. Jeder Haushalt bekommt eine feste Portion an Gemüse und Fertignudeln. Wenn kein Gemüse mehr verfügbar ist, bekommt jeder Haushalt vier Packungen Fertignudeln.

Viele Einwohner beklagen, ihre Bestellungen seien nach fünf Tagen immer noch nicht da. Aus der Not heraus haben manche sogar angefangen, ihre Haustiere zu essen. Im Internet hat ein Mann Fotos von seiner Schildkröte gezeigt, die gerade gekocht wurde.

Angst vor harten Strafen

Aus Angst vor den harten Strafen trauen sich immer weniger Menschen, Fotos und Videos über die miserablen Zustände im harten Lockdown im Internet zu veröffentlichen. Stattdessen schreien die Bewohner in einem ganzen Wohnblock einfach laut nach Hilfe, wie man es in diesem Video sieht. „Wir brauchen etwas zu essen“, rufen die Bewohner. Für die Polizei ist es in solchen Fällen schwierig, einzelne Personen dafür haftbar zu machen.

Diese Bilder machen deutlich, dass die Kommunistische Partei Chinas alles unternimmt, um die Corona-Zahlen niedrig zu halten. Im Westen wird Peking jedoch für seinen „erfolgreichen Kampf gegen die Pandemie“ gelobt. Wird man solche Bilder also auch bald bei uns im Westen zu sehen bekommen? Beziehungsweise: Werden diese dann auch genauso unterdrückt?

Welchen Preis die Menschen in China für den „Kampf gegen Corona” wirklich zahlen müssen, ist kaum bekannt, da das kommunistische Regime alles zensiert, was dazu beitragen könnte, die bittere Wahrheit ans Licht zu bringen. Denn das würde Chinas Ambitionen, eine führende Rolle im Kampf gegen den Virus und schlussendlich in der Welt zu spielen, einen derben Rückschlag erweisen.

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