(L-R) Der US-Botschafter in Japan, William Hagerty, Außenminister Mike Pompeo, der Unterstaatssekretär für Wirtschaftswachstum, Energie und Umwelt, Keith Krach, und Senior Adviser Michael McKinley nehmen während des G20-Gipfels in Osaka am 28. Juni 2019 an einem Treffen mit dem japanischen Außenminister Taro Kono teil.Foto: Jacquelyn Martin / POOL / AFP

Trotz Pekings Isolationspolitik: USA entsenden erneut hochrangigen Vertreter nach Taiwan

Epoch Times17. September 2020 Aktualisiert: 17. September 2020 11:52
Ein ranghoher US-Diplomat wird am Donnerstag in Taiwan zu einem offiziellen Besuch erwartet.

Die USA entsenden erneut einen ranghohen US-Diplomaten zu einem offiziellen Besuch nach Taiwan. Peking, versucht die Insel international zu isolieren und kritisiert hochrangige Besuche aus anderen Ländern, insbesondere aus den USA – ihrem stärksten wirtschaftlichen und politischen Konkurrenten. Staatssekretär Keith Krach sei auf dem Weg nach Taipeh, um am Samstag an einer Gedenkfeier für den verstorbenen Präsidenten Lee Teng-hui teilzunehmen, erklärte das US-Außenministerium am Mittwoch (Ortszei). Der Besuch ist heikel, da China Taiwan als abtrünnige Provinz betrachtet, die wieder mit der Volksrepublik vereinigt werden soll – notfalls mit militärischer Gewalt.

Der Besuch des für Wirtschaftswachstum, Energie und Umwelt zuständigen US-Diplomaten kommt inmitten von Bestrebungen Taiwans, ein Handelsabkommen mit den USA abzuschließen. Es werde auch um die „Stärkung der bilateralen wirtschaftlichen Zusammenarbeit“ gehen, erklärte das taiwanische Außenministerium mit Blick auf Krachs Besuch.

Dem Ministerium zufolge ist die Reise von Krach nach Taiwan der höchste offizielle Besuch eines Vertreters des US-Außenministeriums seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Washington und Peking im Jahr 1979.

Im August hatte bereits US-Gesundheitsminister Alex Azar die Insel zum Ärgernis Pekings besucht. China warnte die USA damals vor einem „Spiel mit dem Feuer“. Peking sei gegen jeden offiziellen Austausch zwischen den USA und Taiwan, „egal unter welchem Vorwand“, erklärte das chinesische Außenministerium.

Peking übt seit Jahrzehnten Druck auf Taiwan aus und versucht jede internationale Anerkennung der Insel zu verhindern. Der Inselstaat hat dadurch nur wenige internationale Verbündete und ist von vielen internationalen Organisationen wie beispielsweise der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgeschlossen. (afp/er)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion