Trump fordert in Telefonat mit Putin Beteiligung Chinas an Rüstungskontrolle

Titelbild
Donald Trump und Wladimir Putin.Foto: JIM WATSON,EMMANUEL DUNAND/AFP via Getty Images
Epoch Times8. Mai 2020

US-Präsident Donald Trump hat in einem Telefonat mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin auf eine Beteiligung Chinas an künftigen Rüstungskontrollgesprächen gepocht. Das Weiße Haus erklärte am Donnerstag, Trump habe seine Bereitschaft zu „effektiver Rüstungskontrolle“ erneuert, die nicht nur Russland, sondern auch China umfasse. Er setze auf künftige Gespräche, „um einen kostspieligen Rüstungswettlauf zu verhindern“.

Der letzte große bilaterale atomare Abrüstungsvertrag zwischen den beiden Atommächten USA und Russland läuft in gut neun Monaten aus – am 5. Februar 2021. Der New-Start-Vertrag zur Begrenzung strategischer Atomwaffen war das umfassendste Abkommen seit 20 Jahren. Ex-US-Präsident Barack Obama und sein damaliger russischer Kollege Dmitri Medwedew hatten das Dokument 2010 in Prag unterzeichnet. Der Vertrag war für zehn Jahre geschlossen worden.

Der New-Start-Vertrag sieht vor, die Nukleararsenale Russlands und der USA auf je 800 Trägersysteme und 1550 einsatzbereite Atomsprengköpfe zu verringern. Start steht für die englische Bezeichnung Strategic Arms Reduction Treaty.

Moskau und Washington hatten sich bereiterklärt, über eine Verlängerung zu sprechen. Erst im vergangenen Sommer war ein anderes wichtiges Abrüstungsabkommen beider Länder aufgekündigt worden: der INF-Vertrag über das Verbot landgestützter atomarer Kurz- und Mittelstreckenwaffen.

Die US-Regierung dringt seit längerem darauf, China in die Gespräche über den New-Start-Vertrag einzubinden. Peking lehnt das ab. Russland hat zwar betont, auch andere Atommächte einbinden zu wollen. Da China bislang dem Vorschlag aber ablehnte, werde Russland dies „respektieren“, hieß es immer wieder aus Moskau. (afp/so/dpa)



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