In Libyen hat der Kampf um die Hauptstadt Tripolis am 8. April 2019 auch den einzig verbliebenen Flughafen der Stadt erreicht.Foto: MAHMUD TURKIA/AFP/Getty Images

Türkei beginnt mit Truppenentsendung nach Libyen

Epoch Times5. Januar 2020 Aktualisiert: 5. Januar 2020 21:31
Die nach Libyen entsendeten türkischen Truppen sollen, laut dem türkischen Präsidenten Erdoğan, nicht direkt in die Kämpe eingreifen, sondern nur Koordination und Unterstützungsaufgaben erfüllen.

Nach der Ankündigung der Türkei eines militärischen Eingreifens in Libyen hat Ankara mit der Truppenentsendung in das nordafrikanische Land begonnen. „Unsere Soldaten sind jetzt dabei, schrittweise dorthin zu gehen“, sagte der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan am Sonntag dem Fernsehsender CNN Turk.

Aufgabe der türkischen Soldaten in Libyen sei „Koordination“ und die Einrichtung eines „Einsatzzentrums“. Ein Kampfeinsatz sei nicht das Ziel der türkischen Soldaten, sagte Erdogan. Vielmehr sollten die türkischen Truppen „die legitime Regierung unterstützen und eine humanitäre Tragödie vermeiden“.

Libyens offizielle Regierung kontrolliert nur einen kleinen Teil des Landes

Die international anerkannte Regierung in Libyens Hauptstadt Tripolis hatte formell um militärische Unterstützung gebeten. Die Türkei kündigte daraufhin ein militärisches Eingreifen Ankaras an, um die international anerkannte Regierung in ihrem Kampf gegen die Truppen des abtrünnigen libyschen Generals Chalifa Haftar zu unterstützen. Am Donnerstag gab das türkische Parlament grünes Licht für den Einsatz.

In Libyen herrscht seit dem Sturz und gewaltsamen Tod des langjährigen STAATSCHEFs Muammar al-Gaddafi 2011 Chaos. Die international anerkannte Einheitsregierung in Tripolis ist schwach und hat weite Teile des Landes nicht unter Kontrolle. Haftar und seine „Libysche Nationalarmee“ kontrollieren den Osten des Landes, wo auch das Parlament seinen Sitz hat.

Haftar startete vor acht Monaten eine Offensive auf Tripolis. Seither wurden nach UN-Angaben mehr als 280 Zivilisten getötet und mehr als 140.000 Menschen vertrieben. Der UN-Sicherheitsrat rief zuletzt im Dezember zu einer Waffenruhe in Libyen auf. (afp)


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