Ukraine KriegFoto: Getty Images

Ukraine Konflikt: Befinden sich ausländische Söldner im „Debalzewo-Kessel“

Epoch Times9. Februar 2015 Aktualisiert: 9. Februar 2015 14:37

Die Volkswehr der selbsterklärten Volksrepublik Donezk vermutet, dass sich ausländische Söldner unter den ukrainischen Militäreinheiten befinden würden. In dem von der Volkswehr eingekesselt Gebiet um die Kreisstadt Debalzewo, sollen Funkgespräche der ausländischen Kämpfer abgefangen worden sein. 

Eduard Bassurin, der Vize-Stabschef, sagte am Montag, dass mehrere Gespräche im "Debalzewo-Kessel" auf Englisch, Polnisch, Französisch und in einer anderen Sprache abgefangen wurden. "Es liegen uns noch keine persönlichen Gegenstände vor, die als hundertprozentige Beweise dienen könnten. Wir werden Ihnen diese Beweisstücke vorstellen, sobald wir sie bekommen haben", sagte Bassurin berichtet das russische Medium "Sputniknews". 

Der Vize-Stabschef der Volkswehr behauptet, dass die ukrainischen Militärs bemüht seien, alle Spuren der eingesetzten ausländischen Söldner zu beseitigen. Es gäbe laut Bassurin dennoch indirekte Beweise für die Teilnahme von Ausländern an den Militäroperation.

Waffen für Kiew? 

Zwei Tage vor einem Krisen-Gipfel zur Ostukraine setzt Kanzlerin Merkel ihre Bemühungen zur Entschärfung des Konflikts fort. Bei einem Treffen mit Barack Obama in Washington will die CDU-Politikerin dem US-Präsidenten die deutsch-französische Friedensinitiative erklären.

Vor ihrer Reise bekräftigte sie ihr striktes Nein zu Waffenlieferungen an die Regierung in Kiew, die vor allem Republikaner in den USA fordern. Laut US-Vizepräsident Joe Biden will auch seine Regierung keine militärische Lösung.

Heute kommen in Berlin zudem Spitzendiplomaten aus Russland, der Ukraine, Deutschland und Frankreich zusammen, um den vor fünf Monaten in Minsk vereinbarten und bislang ignorierten Friedensplan zu überarbeiten. Ergebnisse sollen nicht bekanntgegeben werden.

Das Berliner Treffen bereitet den am Mittwoch geplanten Vierergipfel in der weißrussischen Hauptstadt vor, der die vielleicht letzte Chance für Frieden bietet. Merkel will dort mit Frankreichs Staatsoberhaupt François Hollande, Kremlchef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko über eine Neufassung des Friedensplans sprechen. Am Sonntag hatte sich das Quartett in einer Telefonkonferenz beraten.

In der Krisenregion Donbass tobt seit zehn Monaten Krieg zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten. Mehr als 5400 Menschen starben, darunter viele Zivilisten. In den vergangenen Wochen eskalierten die Kämpfe. Dabei erzielten die Aufständischen, die nach Einschätzung des Westens massiv von Russland unterstützt werden, große Gebietsgewinne. Scheitern die Minsker Gespräche über einen neuen Friedensplan, drohen noch mehr Tote. (so) 


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