Keine Lust auf Krieg: Eine ukrainische Panzerbrigade hat auf Youtube angekündigt, den Gehorsam zu verweigern.Foto: Screenshot Youtube

Ukraine – Soldaten an Poroschenko: „Wir verweigern den Gehorsam!“

Epoch Times16. Juli 2015 Aktualisiert: 16. Juli 2015 13:41

In der Ukraine haben Soldaten erstmals Befehlsverweigerung per Youtube-Video angekündigt.

Die Soldaten des 2. Bataillons der 17. Panzerbrigade der ukrainschen Armee, erklärten in einem Video an den "Präsidenten" Poroschenko, dass sie Befehle ihrer Kommandanten nicht mehr ausführen werden. Die Soldaten forderten Poroschenko auf, „die Anarchie, die sich in der Armee entfaltet habe“, zu beseitigen, berichtete Fortruss am 12. Juni. Auch ihr Brigade-Kommandant sei einfach gegangen, weil er genug gehabt habe, so die Soldaten laut Ria Novosti.

"Wir schei*** auf unsere Vorgesetzten genau wie sie auf uns und wir werden ihre Befehle ignorieren. Wir werden auch unsere Waffen nicht zurückgeben, sollten Sie versuchen uns gewaltsam zu entwaffnen", so die Soldaten in dem Video an den Poroschenko.

"Wir sind bereit zu demobilisieren und wir würden in dieser Situation unsere Waffen abgeben. Sollte man jedoch versuchen sie uns mit Gewalt zu nehmen, werden wir kämpfen", so die Soldaten.

Hier das Video:


Soldaten beklagen schäbige Ausrüstung

"Schauen Sie, wie wir gekleidet sind. Wir sehen aus wie Obdachlose ", sagten die Soldaten in Bezug auf ihr miserables Equipment. Die einzige Unterstützung die sie erhalten, käme von Freiwilligen. "Wenn noch im März rund 50 Prozent von uns bereit waren, im Dienst zu bleiben, sind es jetzt 0 Prozent", so die Soldaten.

Die sechste Welle der ukrainischen Mobilisierung begann im Juni. Die ukrainischen Behörden planen 100-150.000 Menschen ins Militär einzuziehen. Am 25. März hatte Poroschenko einen Befehl unterzeichnet, die Streitkräfte auf 250.000 Mann zu vergrößern.

Massenhafte Flucht vor Einberufung

Die wehrdienstfähigen Männer der Ukraine haben jedoch überhaupt keine Lust zu kämpfen. Um der Einberufung zu entgehen, flüchten sie massenhaft, rund 1,2 Millionen von ihnen sollen nach Russland abgehauen sein. Kiew droht seinen kriegstauglichen Bürgern mittlerweile bei Wehrdienstverweigerung mit hohen Gefängnisstrafen. (rf)


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