SymbolbildFoto: DAMIEN MEYER/Getty Images

Um Flüchtlingsstrom zu stoppen: EU stattet Flüchtlinge in der Türkei mit Geldkarten aus

Von 28. September 2016 Aktualisiert: 28. September 2016 11:39
Ein EU-Geldkartenprogramm für Flüchtlinge in der Türkei soll den Flüchtlingsstrom nach Europa stoppen. Den Asylsuchenden wird ab Oktober eine Prepaid-Karten ausgehändigt, auf die monatlich 30 Euro aufgeladen werden. Das Programm soll den Flüchtlingen ein "Gefühl der Normalität" vermitteln.

Die EU startet ein neues Projekt, um den Flüchtlingsstrom nach Europa zu stoppen. Dabei geht es nicht darum die Fluchtursachen in den Krisenländern zu bekämpfen, sonder um ein spezielles Geldkartenprogramm für Flüchtlinge in der Türkei.

Ab Oktober werden Prepaid-Karten, die monatlich mit 100 türkischen Lira (umgerechnet rund 30 Euro) aufgeladen werden, an Asylwerber ausgegeben. Die Kosten für das 350-Millionen-Euro-Programm übernimmt der europäische Steuerzahler. Die Aktion ist Teil des sieben Milliarden Euro umfassenden Abkommens zwischen der EU und Ankara.

Flüchtlingen ein „Gefühl der Normalität“ zurückzugeben

Mit den Karten sollen Flüchtlinge künftig nach eigenem Ermessen Geld am Automaten ziehen können, um so einkaufen, Mieten bezahlen und Bildungsangebote wahrnehmen zu können, heißt es aus Brüssel berichtet die „Kronen-Zeitung“. Es soll den Flüchtlingen ein „Gefühl der Normalität“ zurückzugeben.

Die Aktion sei eine „beispiellose Antwort“ auf eine „beispiellose Krise“. Der Zeitung zufolge werde das Programm vom türkischen Roten Halbmond und dem UNO-Welternährungsprogramm mit Unterstützung der türkischen Behörden umgesetzt.

Flüchtlingsabkommen „wird nicht scheitern“

Aktuell befinden sich rund drei Millionen Flüchtlinge und Migranten in der Türkei. Dabei handelt es sich überwiegend um Syrer. Das Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei gilt seit April und besagt, dass die Türkei alle Flüchtlinge zurücknimmt, die auf den griechischen Ägäis-Inseln eintreffen und deren Asylanträge abgelehnt wurden. Im Gegenzug muss die EU für jeden abgeschobenen Flüchtling einen Syrer auf legalem Weg aus der Türkei übernehmen.

In der Umsetzung des Abkommens gibt es allerlei Schwierigkeiten. Trotzdem erwartet der türkische EU-Botschafter Selim Yenel, dass das Flüchtlingsabkommen halten wird: „Ich glaube nicht, dass das Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei scheitern wird. Wir werden einen Ausweg finden, weil das Abkommen für beide Seiten sehr wichtig ist“.

 


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