Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un.Foto: -/KCNA/dpa/dpa

UN-Experte klagt über Verschlechterung der Menschenrechtslage in Nordkorea

Epoch Times3. März 2021 Aktualisiert: 3. März 2021 20:50
In Nordkorea werden die Menschenrechte laut einem UN-Bericht durch scharfe Corona-Maßnahmen weiter eingeschränkt.

Die „drastischen Maßnahmen“ zur Eindämmung der Pandemie würden bereits bestehende Menschenrechtsverletzungen in dem international isolierten Land weiter verschärfen, heißt es in einem am Mittwoch vorgelegten Bericht des UN-Sonderberichterstatters für die Menschenrechte in Nordkorea, Tomás Ojea Quintana.

So seien offenbar mehrere Menschen wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln hingerichtet worden.

Auch die Zahl der Nordkoreaner, denen die Flucht aus ihrem Land gelang, sei im Jahr 2020 auf 229 Fälle drastisch gesunken. Im Vorjahr hatte die Zahl noch bei mehr als tausend gelegen.

Der Bericht verwies in diesem Zusammenhang auf unbestätigte Meldungen, wonach die nordkoreanische Regierung eine ein Kilometer breite Pufferzone an der Grenze zu Südkorea eingerichtet habe und auf jeden Menschen schießen lasse, der sich dort aufhalte.

Ojea Quintana warnte zudem vor den sozialen und wirtschaftlichen der Corona-Beschränkungen für die nordkoreanische Bevölkerung. So seien Handel und Gewerbe eingebrochen, was zu „schweren wirtschaftlichen Härten“ geführt habe. Es mangele an Lebensmitteln. Bereits vor der Corona-Pandemie galten 45 Prozent der Nordkoreaner als unterernährt.

Nordkorea hat gegen die Ausbreitung des Coronavirus scharfe Maßnahmen verfügt. So wurden die Grenzen geschlossen und ganze Städte isoliert. Bislang meldeten die Behörden des Landes indes keinen einzigen Corona-Fall. (afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion