Anwalt konfrontiert UN-Menschenrechtsrat: China tötet religiöse und ethnische Minderheiten und raubt deren Organe

Von 25. September 2019 Aktualisiert: 25. September 2019 17:36
Die UN hätte die "rechtliche Verpflichtung", die Kommunistische Partei Chinas wegen der Tatsache des Organraubs an Minderheiten - einschließlich Falun Gong-Praktizierenden - zu verurteilen, betont der Anwalt Hamid Sabi. Die Beweislage sei erdrückend.

Der UN-Menschenrechtsrat und die UN-Mitgliedsstaaten hätten eine „rechtliche Verpflichtung“, Chinas Kommunistische Partei wegen seiner Praxis der Zwangsentnahme von Organen an Falun Gong-Praktizierenden zu verurteilen. Dies betonte der Londoner Anwalt Hamid Sabi am 24. September in seiner Rede vor dem Menschenrechtsrat in Genf.

Zuvor präsentierte Sabi die Ergebnisse des Berichts, der im Juni von einem unabhängigen Tribunal in London nach einer einjährigen Untersuchung über den Organraub in China, veröffentlicht wurde. Das Tribunal stellte zweifelsfrei fest, dass Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen Falun Gong-Praktizierende begangen wurden.

Sir Geoffrey Nice, der die Strafverfolgung gegen den ehemaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic vor dem Internationalen Strafgerichtshof leitete, führte das Gremium aus sieben internationalen Experten an. Es war weltweit die erste unabhängige Analyse über die Zwangsorganentnahmen in China.

Sabi sagte: Der Rat und die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen hätten angesichts der Beweise eine „rechtliche Verpflichtung“ Chinas „kriminelles Verhalten“ zu verurteilen.

Der Organraub an Gewissensgefangenen, einschließlich der religiösen und ethnischen Minderheiten von Falun Gong und Uiguren, wird seit Jahren in ganz China in erheblichem Umfang betrieben und dauert bis heute an. Hunderttausende Opfer sind betroffen“, erklärte er.

Sabi betonte mit Nachdruck: Die Schlussfolgerung des Tribunals über Chinas Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die sich gegen die beiden Gruppen richten, „wurde zweifelsfrei bewiesen“.

Hauptquelle für Chinas Transplantationsindustrie

Falun Gong, auch bekannt als Falun Dafa, ist ein spiritueller Kultivierungsweg, der auf den Grundsätzen Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht basiert. Im Juli 1999 ordnete der damalige Staatschef und Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas, Jiang Zemin, eine Kampagne zur Auslöschung von Falun Gong an. Jiang fürchtete die Beliebtheit der Praxis und die Wirkung der traditionellen moralischen Lehre auf das chinesische Volk.

Der kommunistische Diktator mobilisierte das Sicherheits-, Strafverfolgungs- und Justizsystem des Staates, um die Gruppe zu verfolgen. Seitdem sind Millionen von Anhängern Folter, Inhaftierung, Gehirnwäsche und Zwangsarbeit ausgesetzt. Falun Gong-Praktizierende stellen auch die Hauptquelle der Organe für die umfangreiche Transplantationsindustrie des chinesischen Regimes dar.

„Opfer für Opfer, Tote um Tote, das Herausschneiden der Herzen und anderer Organe aus lebenden, tadellosen, harmlosen, friedlichen Menschen stellt eine der schlimmsten Grausamkeiten dieses Jahrhunderts dar“, sagte Sabi.

Organtransplantation zur Rettung des Lebens ist ein wissenschaftlicher und sozialer Triumph. Aber den Spender zu töten, ist kriminell. Regierungen und internationale Gremien müssen ihre Pflicht nicht nur im Hinblick auf die mögliche Anklage des Völkermords, sondern auch im Hinblick auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit erfüllen, die das Tribunal nicht für weniger abscheulich hält.“

Gesundheitschecks bei Inhaftierten

Sir Geoffrey Nice erklärte im Juni, dass Chinas Ärzte den Patienten außerordentlich kurze Wartezeiten für eine Organtransplantation in Aussicht stellen würden – etwas das mit einem normalen freiwilligen Organspendersystemen nicht möglich sei. Nice verwies auch auf die übereinstimmenden Beweise, dass in Chinas Gefängnissen inhaftierte Personen von den Beamten getestet wurden, um den Zustand ihrer Organe zu bestimmen.

Nice sagte: Das Tribunal habe direkte Beweise für die Organentnahme erhalten. „Einschließlich der Aussage eines Chirurgen, der angewiesen wurde, solche Organentnahmen durchzuführen“.

Bei einem separaten Meeting der UN am 24. September sagte Nice, dass die Ergebnisse des Tribunals „sofortige Maßnahmen“ erforderten. „Die Zeit der bequemen Unsicherheit, in der alle sagen konnten, der Fall gegen China kann nicht bewiesen werden, ist vorbei“, betonte Nice laut Reuters.

Bei der Veranstaltung sprach auch Feng Hollis, eine Falun Gong-Praktizierende, die 2015 in China verhaftet und später ohne Prozess zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde. Sie erzählte von „ungewöhnlichen Umständen“ – sie sei alle drei bis fünf Monate in der Haft „getestet“ worden. Sie erzählte, wie sie und andere Praktizierende in ein Krankenhaus gebracht wurden, das zu Chinas Umerziehungssystem gehörte. Sie wurde eigenen Angaben zufolge einer Blutuntersuchung, einer Nieren-Ultraschalluntersuchung, einem Elektrokardiogramm, einem Urintest und einer Röntgenaufnahme der Brust unterzogen.

Sie forderte die Vereinten Nationen auf, sich mit den Ergebnissen des Tribunals auseinanderzusetzen.

Das Original erschien in The Epoch Times (USA) (deutsche Bearbeitung von so)
Originalartikel: UN Human Rights Council Told It Has ‘Legal Obligation’ to Confront China on Forced Organ Harvesting

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