Eigene Energieversorgung stärken
US-Regierung hebt Beschränkungen für Öl- und Gasbohrungen in Alaska auf
Das amerikanische Innenministerium gestattet wieder eine uneingeschränkte Förderung von Erdöl und Gas am North Slope in Alaska. Die Regierung unter Joe Biden hatte dort die Aktivitäten stark reglementiert, um die Umwelt zu schützen.

Eine Ölpipeline in Alaska.
Foto: Joe Raedle/Getty Images
In Kürze
- Trump-Regierung erlaubt mehr Öl- und Gasförderung in Alaska
- USA wollen eigene Energieversorgung sichern
- Umweltschützer kritisieren die neue Regelung
Die US-Regierung hat die aus der Biden-Ära stammenden Beschränkungen für Öl- und Gasbohrungen in Alaska aufgehoben. Eine am Donnerstag, 13. November, verabschiedete Regelung wird am Montag, 17. November, im Bundesregister veröffentlicht. Die USA wollen laut Innenministerium mit der Maßnahme ihre Energiesicherheit stärken.
Die Verordnung sieht eine Ausweitung der Erschließung natürlicher Ressourcen vor
Aus Gründen des Umweltschutzes hatte die Biden-Regierung die Bohrungen in der National Petroleum Reserve am North Slope 2024 eingeschränkt. Die Gesamtfläche, die zur Förderung der Energieträger bereitsteht, beträgt 23 Millionen Acres (knapp 93.1000 Quadratkilometer). Das entspricht etwa einem Viertel der Gesamtfläche Deutschlands. Seit dem vergangenen Jahr durften nur 13 Millionen Acres (52.600 Quadratkilometer) genutzt werden.
Das Innenministerium erklärte, dass es beabsichtigt, die Bohrungen in diesem Gebiet wieder aufzunehmen, um die Abhängigkeit der USA von ausländischen Quellen zu verringern. Die Regelung folgt der Verordnung von Präsident Donald Trump vom 20. Januar, in der er die Ausweitung der Erschließung natürlicher Ressourcen auf Bundes- und Staatsgebieten in Alaska forderte.
„Mit der Aufhebung der Regelung von 2024 folgen wir der Vorgabe von Präsident Trump, das Energiepotenzial Alaskas zu erschließen, Arbeitsplätze für die Gemeinden am North Slope zu schaffen und die Energiesicherheit der USA zu stärken“, erklärte Innenminister Doug Burgum in einer Stellungnahme vom 13. November. „Diese Maßnahme stellt eine Rückkehr zu einer vernünftigen Bewirtschaftung dar und gewährleistet, dass eine verantwortungsvolle Erschließung sowohl Alaska als auch der Nation zugutekommt.“
„Voice of the Arctic Inupiat“, eine gemeinnützige Organisation, die Gemeinden an der Nordküste Alaskas vertritt, unterstützt diesen Schritt. Er trage dazu bei, die Stromerzeugung, das Bildungswesen und andere Dienstleistungen aufrechtzuerhalten, die auf Steuereinnahmen aus der Infrastruktur zur Ressourcenerschließung angewiesen sind.
Umweltorganisation kritisiert „Geschenk an die Öl- und Gasindustrie“
Auch Josiah Patkotak, Bürgermeister von North Slope Borough, befürwortete die Entscheidung. Er sprach von einem „bedeutenden Schritt zur Wiederherstellung eines föderalen Prozesses”, der die lokale Führung in Alaska respektiere. „Gute Politik entsteht durch gute Prozesse, die erfordern, dass man direkt von den Menschen hört, die hier leben, arbeiten und jagen“, sagte Patkotak in einer Erklärung der gemeinnützigen Organisation.
Die Umweltorganisation Natural Resources Defense Council (NRDC) lehnte den Schritt des Innenministeriums hingegen ab. Die Behörde missachte ihre Verpflichtung zum Schutz des Schutzgebiets. „Diese Rücknahme ist nichts anderes als ein Geschenk an die Öl- und Gasindustrie“, kritisierte NRDC-Landschutzdirektor Bobby McEnaney. „Die Schwächung der Schutzmaßnahmen ist leichtsinnig und droht genau die Landschaften zu zerstören, die der Kongress zu schützen versuchte.“
Dies ist nicht die erste derartige Beschränkung aus der Biden-Ära, die Trump zurückgenommen hat. Im vergangenen Monat kündigte das Innenministerium an, dass es die Küstenebene des Arctic National Wildlife Refuge in Alaska wieder für Öl- und Gasförderlizenzen öffnen und die Genehmigungen für das 211 Meilen (circa 340 Kilometer) lange Ambler Road Project neu ausstellen werde. Dadurch wird der Zugang zu Kupfer- und Kobaltvorkommen in dem Gebiet ermöglicht.
Nach einem zweijährigen Volontariat arbeitet Oliver Signus seit mehr als 30 Jahren als Redakteur. Seit 2022 schreibt er für Epoch Times. Dabei ist die vielschichtige, abwechslungsreiche Arbeit das tägliche Salz in der Suppe. Als Schwerpunkte haben sich die brisanten Themen unserer Zeit wie das World Economic Forum (WEF) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) herauskristallisiert.
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