SolarWinds befindet sich in Austin, Texas.Foto: iStock

US-Senator: Cyberangriff reicht bis ins Finanzministerium

Epoch Times22. Dezember 2020 Aktualisiert: 22. Dezember 2020 13:02

Der jüngst bekannt gewordene Cyberangriff auf die US-Behörden reicht nach Angaben des demokratischen Senators Ron Wyden bis ins Finanzministerium in Washington. Die Hacker hätten möglicherweise wichtige Codes zur Verschlüsselung an sich gebracht, sagte Wyden am Montag (Ortszeit, 21. Dezember) nach einer Anhörung hinter verschlossenen Türen. Wyden gehört sowohl dem Finanz- als auch dem Geheimdienst-Ausschuss des Senats an.

Der Cyberangriff auf das Finanzministerium sei „offenbar umfangreich“, erklärte Wyden. Dutzende Mail-Accounts seien betroffen. Die Hacker hätten sich Daten von den hochrangigsten Mitarbeitern des Finanzministeriums beschafft. Das Ministerium habe aber noch keinen vollständigen Überblick über den Schaden, den die Hacker anrichteten.

Die US-Regierung hatte in der vergangenen Woche eingeräumt, dass es Cyberangriffe auf mehrere US-Ministerien gab. Dabei wurde die Software des US-Unternehmens SolarWinds eingesetzt. Nach Rücksprache mit den Geheimdiensten machten Außenminister Mike Pompeo und Justizminister Bill Barr Russland für die Cyberattacke verantwortlich.

Unter Berufung auf die internen Ermittlungen im Finanzministerium sagte Wyden, Daten von Steuerzahlern seien von dem Cyberangriff nicht betroffen. Dessen ungeachtet kritisierte der Senator, dass die Regierung keine stärkeren Schutzmaßnahmen getroffen habe. Branchen-Experten hätten seit geraumer Zeit darauf hingewiesen, dass die Codes zur Verschlüsselung von Daten „für Hacker unwiderstehliche Ziele“ seien.

Ziel der Attacken des monatelangen Angriffes waren der US-Behörde für Cybersicherheit (Cisa) zufolge Regierungsbehörden, kritische Infrastruktur wie Stromnetze und private Unternehmen. Russland bestreitet jegliche Beteiligung an dem Angriff. SolarWinds hat eingeräumt, dass Hacker eine Hintertür in einem Update einiger seiner zwischen März und Juni veröffentlichten Software ausgenutzt hätten. Nach Angaben der IT-Firma nutzen bis zu 18.000 Kunden weltweit die Software. (afp)


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