USA: Mysteriöse Weltraum-Drohne X-37B geht auf neuen Testflug (VIDEO)

Titelbild
Eine NASA-Grafik des knapp 9 Meter langen, unbemannten Mini-Shuttles X-37B. Die Weltraum-Drohne der USA ist geheimnisumwittert.Foto: NASA / MFSC
Von 4. Mai 2015

Ist das die neue Weltraumwaffe der USA? Das US- Militär wird im Mai wieder sein mysteriöses Mini-Shuttle in die Umlaufbahn schicken. Die Drohne X-37B soll am 20. Mai mit einer „Atlas V"- Rakete als Träger ins All geschossen werden. Startpunkt: Der militärische Teil des Weltraumbahnhofs Cape Canaveral in Florida. Die US-Airforce kündigte den Start zwar offiziell an, über den genauen Zweck der Mission von X-37B hüllen sich die Militärs allerdings in Schweigen. Das einzige, das verraten wurde: Es soll ein neues Antriebssystem getestet werden.

Es ist schon der vierte Flug der unbemannten Weltraum-Drohne, die aussieht wie die Miniaturausgabe der großen Spaceshuttles der NASA und von der niemand in der Öffentlichkeit weiß, wofür sie genau gut sein soll. Hergestellt wird das Gefährt von der Boeing-Tochter Phantom-Works, die seit 2004 mit dem Militär daran arbeitet. Davor hatte die NASA 10 Jahre lang in ihrer zivilen Abteilung daran gebastelt. In den US-Medien war X-37B bereits ausführlich Thema. Da nichts über ihren Daseinszweck bekannt ist, wurde sie zu einem Lieblingsobjekt für Spekukationen und Verschwörungsvermutungen. "Ich denke, ihr Hauptzweck ist, die Chinesen zu verwirren", sagte denn auch ein US-Experte im folgenden Video. Seine Theorie ist, wie wir weiter unten sehen werden, keineswegs abwegig …

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Das mysteriöse „Test-Fahrzeug“

Der erste Start des Mini-Shuttles hatte im April 2010 stattgefunden, berichtete die österreichische Kronenzeitung. Damals war das Mini-Shuttle nach 224 Tagen im All wieder gelandet, der zweite Testflug hatte 469 Tage gedauert. 900 Kilometer über der Erde soll sein Flug verlaufen, Beobachtungen zufolge dürfte es aber auf einer wesentlich niedrigeren Bahn, in nur rund 350 Kilometern Höhe, unterwegs sein. Energie bezieht das Shuttle aus Batterien und über ein ausklappbares Sonnensegel.

Offiziell wird das mysteriöse Raumfahrzeug Orbital Test Vehicle (kurz: OTV) genannt. Es ist nur knapp fünf Tonnen schwer und 8,80 Meter lang und hat zwei kurze Stummelflügel. Der Daseinszweck der Test-Shuttles: Es soll um Risikoreduzierung gehen, Versuchsdurchführungen, die Entwicklung von „operativen Konzepten“ für wiederbenutzbare Raumfahrttechnologien gehen – und mit all dem möchte man „langfristige Entwicklungsziele im Weltraum“ erreichen.

Wozu braucht die USA Weltraum-Drohnen?

Bisher hat die US- Luftwaffe nur über Start und Landung ihres Experimentier-Shuttles berichtet, weshalb spekuliert wird, dass es hier um die Entwicklung eines neuen Weltraum-Waffensystems geht. Um die militärische Überlegenheit zu behalten, ist ein solches System für die USA existentiell wichtig, denn China arbeitet seit Jahren an einem Plan, um im Falle eines 3. Weltkriegs die Satelliten der USA ausschalten zu können – für Amerika ein Horrorszenario.

Angst vor Chinas Geheimprogramm

Am 26. April brachte „60 Minutes“, ein Investigativ-Magazin von CBS, das Thema erstmals ins Fernsehen. Unter dem Titel „The Battle Above“ bekam der Zuschauer Einblick in das U.S Space Command, die Weltraumabteilung der Armee. Die Kontrolle des Weltraums sei das allerwichtigste, war die Botschaft der Sendung, und um sie finde ein komplexer, meist geheimer Krieg statt. Schließlich gehe es um die ultimative militärische Überlegenheit …

Die Sicherheit von Satelliten ist der Aspekt der (US-)Verteidigungspolitik, um den bisher am wenigsten Wind gemacht wurde – und doch ist er der heikelste, betrifft er doch eine Bandbreite von Funktionen, von der GPS-Navigation bis zur militärischer Kommunikation. Die gezielte Zerstörung von Satelliten könnte den Hightech-Verteidigungsapparat der USA in kürzester Zeit effektiv lahmlegen. Chinas Weltraumwaffe heißt übrigens "Mörderkeule"

Mehr Hintergründe: Wie Chinas Anti-Satelliten-Waffen die Überlegenheit der USA gefährden



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