"Wenn es einen No-Deal-Brexit gäbe, wäre dies eine Entscheidung der britischen Regierung. Wir würden diese mit Begeisterung unterstützen“, sagte John Bolton, Sicherheitsberater von US-Präsident Trump.Foto: Evan Vucci/AP/dpa

Trump-Sicherheitsberater: USA würden No-Deal-Brexit „mit Begeisterung unterstützen“

Epoch Times13. August 2019 Aktualisiert: 13. August 2019 8:37
Seit Monaten ringen Brüssel und London um die Frage eines geregelten Brexit - ein EU-Austritt ohne Abkommen wäre mit vielen Risiken und Unwägbarkeiten vebunden. US-Sicherheitsberater John Bolton ermuntert die Briten trotzdem zu einem harten Brexit.

Die US-Regierung befürwortet einen EU-Austritt Großbritanniens auch ohne Abkommen: Der Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, hat sich klar hinter den Brexit-Kurs des britischen Premierministers Boris Johnson gestellt.

Wenn es einen No-Deal-Brexit gäbe, wäre dies eine Entscheidung der britischen Regierung. Wir würden diese mit Begeisterung unterstützen“, sagte Bolton dem „Guardian“ zufolge bei einem Besuch in London.

Zuvor habe Bolton sich mit Johnson und anderen hochrangigen Vertretern der britischen Regierung getroffen.

Ausstieg zum 31. Oktober

Trump sei an einem erfolgreichen Ausstieg Großbritanniens aus der EU am 31. Oktober gelegen, sagte Bolton demnach am Montag vor Journalisten in der britischen Hauptstadt. „Wir sind bei Euch“, habe er hinzugefügt.

Die USA setzten außerdem auf Handelsabkommen mit Großbritannien. Bolton stellte nach Angaben britischer Medien gestückelte Handelsabkommen für einzelne Industriebereiche in Aussicht, schwierige Bereich könnten zunächst ausgeklammert werden.

Ziel sei ein umfassendes Handelsabkommen, das alle Handelsgüter und Dienstleistungen umfasse, sagte Bolton nach „Guardian“-Angaben. „Aber um das zu erreichen, könnte man Sektor für Sektor vorgehen.“

Johnson will Großbritannien am 31. Oktober aus der Europäischen Union führen – „komme, was wolle“. Er droht mit einem Austritt ohne Abkommen, sollte sich Brüssel nicht auf seine Forderung nach Änderungen an dem mit seiner Vorgängerin Theresa May ausgehandelten Austrittsabkommen einlassen. Die lehnt die EU aber strikt ab.

Damit wächst die Gefahr eines No-Deal-Brexits, der die Wirtschaft und viele andere Lebensbereiche schädigen würde. (dpa/sua)



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