Ein Foto der Titelseite des serbischen Magazins Blic vom 15. November. Es zeigt die eines syrischen Pass, der von der Polizei am Tatort eines der Pariser Attentate gefunden wurde. Der Pass war auf den Asylbewerber Ahmad al Mohammad, der über den Balkan gekommen war, ausgestellt, so Griechenlands Migrationsminister am 15. November.Foto: ANDREJ ISAKOVIC / AFP / Getty Images

Versteckt: Paris Attentäter kamen im Flüchlingsstrom

Epoch Times5. Dezember 2015 Aktualisiert: 5. Dezember 2015 14:11
Die Daesh (IS) Terroristen könnten mit fremden oder gefälschten Papieren unbemerkt im Flüchtlingsstrom nach Europa gelangen. Genau das geschah vermutlich mit zwei der Attentäter von Paris.

Mittlerweile scheint es erste konkrete Hinweise über die Herkunft der Attentäter von Paris zu geben. Vor allem der Verdacht, sie seien direkt mit dem Flüchtlingsstrom nach Europa gekommen, erhärtet sich weiter, berichtet das österreichische Medium "Krone".

Die allgemeine Sorge, Anhänger der Terrormiliz Daesh (Islamischer Staat) würden direkt mit dem Flüchtlingsstrom nach Europa gelangen, scheint somit berechtigt. Sicher müssen die Behörden in der EU mit der Benutzung gefälschter Papiere bei Flüchtlingen rechnen. Die Frage ist in welchem Ausmaß.

Wie der "Focus" berichtet hat die Terrormiliz in Syrien und im Irak mittlerweile 3.000 solcher authentischen Dokumente in ihren Besitz gebracht. Damit könnten nun weitere Terroristen nach Europa einreisen, so die Befürchtung.

Terroristen mit gefälschten Pässen in der EU?

Der Daesh erbeutete in Städten wie dem irakischen Mossul, der größten irakischen Stadt die nun unter der Kontrolle der Terrormiliz steht, Dutzende authentische Pässe. Aber auch in Rakka, konnte der Daesh gezielt authentische Reisepässe beschafft, mit denen Terroristen weltweit in den Einsatz geschickt werden können. Tausende Blankoausweise, die unter anderem von syrischen Behörden gestohlen wurden, sollen sich jetzt im Besitz der Extremisten befinden, so der "Focus".

Diese Angaben stammen laut der Zeitung aus dem Berliner Kanzleramt. Jeden Dienstag komme dort eine Runde zur Sicherheitslage mit Vertretern von Innen-, Außen-, Verteidigungs- und Justizministerium und den Bundesbehörden zusammen. Das Bundeskriminalamt und der Verfassungsschutz befürchten demnach, dass terroristische Zellen mit den gestohlenen Dokumenten im Strom der Flüchtlinge nach Europa einreisen können.

So stünde für die französischen und deutschen Nachrichtendienste fest, es seien zwei, womöglich sogar drei der Attentäter auf der griechischen Insel Leros als Flüchtlinge registriert worden. Am 13. November sprengten sich Ahmad al-Mohammad und Mohammed al-Mahmud, ebenso wie der französische Staatsbürger Bilal Hadfi, vor dem Stade de France in die Luft. Mohammad war anhand eines – offenbar gefälschten – Reisepasses, der neben seiner Leiche gefunden wurde, identifiziert worden, berichtet der "Focus" weiter.

Zusammen mit den Terroristen kamen insgesamt 198 Migranten auf Leros an. 30 davon sollen sich mittlerweile in Deutschland aufhalten. Aus dem Sicherheitstreffen vom vergangenen Dienstag ging hervor, niemand könne aussschließen, "dass unter diesen 30 Personen weitere Islamisten sind, die womöglich als Schläfer-Agenten des IS eingesickert sind und sich erst einmal ganz ruhig verhalten", sagte ein Teilnehmer der vertraulichen Runde dem Nachrichtenmagazin zufolge.

Mikl Leitner fordert "Reduktion der Migrationsströme"

Die Diskussion um die Aufnahme von Flüchtlingen und der Schutz der europäischen Außengrenze waren die Hauptthemen des Treffens der EU-Innenminister in Brüssel. Wir bräuchten eine Reduktion der Migrationsströme, forderte die österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. Oberste Priorität sei weiterhin, "den Schengenraum zu erhalten", sagte sie vor dem Treffen mit ihren EU-Kollegen. Als "wichtiges Datum" bezeichnete sie den 15. Dezember: Da lege die Europäische Kommission ein Grenzschutzpaket vor. Dieses müsse für sie ein Grundstein sein in Richtung gemeinsame europäische Grenzsicherung. "Denn mit dem Kontrollverlust an der europäischen Außengrenze muss endlich Schluss sein", so Mikl-Leitner. (dk)

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