Von Russland festgenommene ukrainische Matrosen bleiben weiter in Haft

Epoch Times27. Mai 2019 Aktualisiert: 27. Mai 2019 19:05
Ein Gericht in Moskau bestätigte am Montag die Verlängerung in Russland inhaftierten ukrainischen Matrosen bis Ende Juli.

Die seit einem halben Jahr in Russland inhaftierten ukrainischen Matrosen müssen weiter im Gefängnis bleiben. Ein Gericht in Moskau bestätigte am Montag die Verlängerung ihrer Haft bis Ende Juli. Die Anwälte der Männer hatten Einspruch gegen die Haftverlängerung eingelegt. Am Samstag hatte zudem der Internationale Seegerichtshof in Hamburg die Freilassung der Matrosen verlangt.

„Die Entscheidungen des Gerichts im Moskauer Viertel Lefortowo zur Verlängerung der Haft der Beschuldigten bleiben unverändert“, zitiert die russische Nachrichtenagentur Interfax das Urteil. Es fiel kurz nach einer Erklärung des Kreml, der die Forderung des Seegerichtshofs nach einer Freilassung der Matrosen zurückwies. Wie bereits während des Verfahrens sprach Russland dem Gremium erneut die Zuständigkeit ab.

Jin-Hyun Paik, Präsident des Seegerichtshofs, hatte am Samstag erklärt, Moskau müsse die 24 Seeleute „unverzüglich“ in ihr Heimatland zurückkehren lassen. Sein Gericht rief Russland auch dazu auf, die drei beschlagnahmten ukrainischen Schiffe „unverzüglich“ zurückzugeben.

Die russische Küstenwache hatte Ende November östlich der Krim in der Meerenge zwischen dem Schwarzen Meer und dem Asowschem Meer drei ukrainische Marineschiffe beschossen und aufgebracht. Mehrere ukrainische Matrosen wurden verletzt, 24 Besatzungsmitglieder festgenommen. Moskau wirft ihnen vor, illegal in russische Hoheitsgewässer eingedrungen zu sein.

Die Meerenge von Kertsch, in der sich der Vorfall ereignete, liegt zwischen der von Russland annektierten Halbinsel Krim und dem russischen Festland. Den 24 Inhaftierten drohen bis zu sechs Jahre Haft.

Der Streit um die Matrosen ist ein Nebenschauplatz des seit fünf Jahren andauernden Konflikts zwischen der Ukraine und Russland, der nach der russischen Annexion der Krim ausgebrochen war. Bei Kämpfen in der Ostukraine zwischen Regierungstruppen und prorussischen Rebellen wurden seitdem rund 13.000 Menschen getötet. (afp)

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