Wasser marsch & Hungerstreik! Asylbewerber protestieren in österreichischem Hotel

Epoch Times26. Oktober 2015 Aktualisiert: 26. Oktober 2015 19:43
Mehr und mehr häufen sich die sogenannten "Protestaktionen", mit denen Asylbewerber eine Beschleunigung des Asylverfahrens oder eine rasche Weiterreise erzwingen wollen. Oftmals sind falsche Erwartungen der Menschen die Ursache, weil ihnen von Schleppern das Blaue vom Himmel versprochen wird. Angekommen in der Realität folgen Enttäuschung und Ärger.

So auch im österreichischen Reichenfels in Kärnten, als sich Asylbewerber über lange Wartezeiten beschwerten. Die "Kleine Zeitung" berichtete über zwei Vorfälle im ehemaligen Hotel "Rainsberghof". Hier wohnen derzeit 50 Asylbewerber. 

Einige von ihnen traten in einen zwei- bis dreitägigen Hungerstreik, weil sie mit der Situation unzufrieden waren. Sie wollten eine beschleunigte Bearbeitung ihrer Verfahren erzwingen und weiterreisen. Einer von ihnen, ein 40-jähriger Mann wurde ins Krankenhaus gebracht, nachdem er zur örtlichen Polizeistation gelaufen war und dort auf einem Stuhl ohnmächtig wurde. Inzwischen geht es dem Mann wieder gut, er wolle allerdings wieder in sein Heimatland zurück.

Protest durch Wasserverschwendung

Die Bewohner des Hotels hatten noch eine andere Idee: Die Flüchtlingsbeauftragte des Landes schilderte die Situation wie folgt: "Die Asylwerber haben das Wasser stundenlang fließen lassen. Durch den hohen Wasserverbrauch war dann im Auffangbecken der Gemeinde zu wenig Wasser. Andere Haushalte bekamen Probleme mit der Wasserversorgung." Als die Gemeinde dann das Wasser für alle Haushalte im Ort, auch für das Hotel rationierte, beschwerte sich einer der Asylbewerber, dass es nur vier Stunden am Tag Wasser gebe. Payer sieht enttäuschte Erwartungen als Ursache der Proteste und spricht von "entzauberten" Hoffnungen.

Der ORF Kärnten schreibt: "Auch das Warmwasser in der Unterkunft ließen die Männer aus Protest laufen. Nachdem die Flüchtlinge darüber aufgeklärt wurden, dass die Asylverfahren nicht beschleunigt werden könnten, wurde der Streik wieder beendet."

Da es sich dabei um keinen Straftatbestand gehandelt hatte, wird die Angelegenheit wahrscheinlich keinen negativen Einfluss auf die Asylverfahren haben. Möglicherweise könnte es allerdins finanzielle Konsequenzen für die Asylbewerber geben. Derzeit wird der Fall noch untersucht. (sm)


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