Julian Assange, WikiLeaks-GründerFoto: STEFFI LOOS/AFP/Getty Images

Wikileaks beweist: Clinton wusste bei Sanders-TV-Duellen Fragen vorher – CNN feuert Mitarbeiterin

Epoch Times1. November 2016 Aktualisiert: 1. November 2016 9:42
Wikileaks veröffentlichte am Montag E-Mails, aus denen hervorgeht, dass Hillary Clinton bei TV-Duellen gegen Bernie Sanders einige Fragen vorher gesteckt bekam. Ein Vorwurf, den Donald Trump bereits erhoben hatte. CNN feuerte nun eine prominente Mitarbeiterin wegen Begünstigung Clintons.

Eine Woche vor der Präsidentschaftswahl in den USA belasten neue Enthüllungen den Wahlkampf von Hillary Clinton: Die Plattform Wikileaks veröffentlichte am Montag vertrauliche E-Mails von Parteistrategen, die den Verdacht erhärten, dass Clinton bei TV-Debatten im Vorwahlkampf vorab über anstehende Fragen informiert wurde. Der Sender CNN trennte sich darafhin umgehend von der prominenten Politikanalystin Donna Brazile, die Fragen vorab an Clintons Team weitergeleitet haben soll.

In dem Fall geht es um E-Mails, welche die damalige CNN-Mitarbeiterin Brazile an Clintons Wahlkampfchef John Podesta und andere Kampagnenmanager schrieb. Sie nehmen Bezug auf bevorstehende TV-Duelle, die von CNN ausgerichtet wurden. Damals standen sich Clinton und ihr damaliger parteiinterner Gegner Bernie Sanders gegenüber. Geht es nach den Email, hat Brazile der Clinton Vorteile gegenüber Sanders verschaffen wollen.

So schrieb sie zum Beispiel an Podesta im März: „Eine der Fragen morgen an HRC (Hillary Rodham Clinton) wird von einer Frau mit Ausschlag kommen. Ihre Familie leidet an Bleivergiftung, und sie wird fragen, was Hillary tun wird, um den Menschen in Flint zu helfen.“ Flint ist eine Stadt in Michigan, die damals wegen vergifteten Leitungswassers in den Nachrichten war.

Beim Duell am nächsten Tag begegnete Clinton dann tatsächlich einer Frau, die über Hautprobleme in ihrer Familie klagte.

In einer weiteren gehackten Email an eine Clinton-Mitarbeiterin, schrieb Brazile, dass sie „gelegentlich die Fragen vorab“ bekäme und diese an das Wahlkampfteam weiterleiten könne.

CNN trennt sich von Brazile

Der Sender CNN kritisierte Braziles Vorgehen und gab die Trennung von der langjährigen Mitarbeiterin bekannt. Im Sender herrsche „absolutes Unbehagen über das, was wir über ihre Kontakte mit dem Clinton-Team während ihrer Zeit als Mitarbeiterin erfahren haben“, erklärte CNN. Der Sender beteuerte, dass er Brazile niemals Zugang zu Gästen der TV-Duelle und erwarteten Fragen gewährt habe.

Brazile ist eines der bekanntesten Gesichter aus dem Parteiapparat der US-Demokraten. Seit Juli ist sie kommissarische Parteivorsitzende, nachdem die vorherige Chefin ihren Posten – ebenfalls wegen Wikileaks-Enthüllungen – aufgegeben hatte. Seit Juli hatte Brazile ihren Vertrag mit CNN ruhen lassen und war nicht mehr als Analystin aufgetreten.

Clintons Gegenkandidat Donald Trump hatte im Wahlkampf immer wieder den Vorwurf erhoben, die Demokratin sei vorab über Fragen in TV-Duellen informiert worden; Belege hatte er dafür aber nicht vorgelegt.

Die neuen Enthüllungen von Wikileaks sind Teil einer ganzen Serie interner Mails aus dem gehackten E-Mail-Konto von John Podesta.

(afp / rf)


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